Peter K. Pollak

Arzt

Kurzprofil

Der Notfallmediziner Peter K. Pollak hat seine Ausbildung in der Notfall-Abteilung am AKH Wien absolviert und zusätzlich ein Zertifikat in Tropenmedizin sowie einen Trauma-Kurs des ERC (European Resuscitation Council) absolviert. Er war im Rahmen seiner akademischen und beruflichen Laufbahn viele Jahre in den U.S.A. und begleitete von dort aus unter anderem internationale Projekt-Teams in Asien.

Peter K. Pollak war bereits als freiwilliger Arzt in Indien, Thailand und Nepal tätig, bevor ihn sein erster Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen nach Syrien und im Jahr darauf in den Südsudan führte. An Ärzte ohne Grenzen schätzt er die fachliche Kompetenz der MitarbeiterInnen und deren Engagement für die humanitären Ziele der Organisation. Bei seinem nächsten Einsatz freut sich Peter Pollak bereits auf neue Herausforderungen und einige bekannte Gesichter von seinen vergangenen Einsätzen.

Warum hast Du Dich dafür entschieden, mit Ärzte ohne Grenzen auf Einsatz zu gehen?

Ärzte ohne Grenzen ist im Vergleich zu anderen humanitären Organisationen ausgezeichnet organisiert, hat ausreichend Medikamente und eine ziemlich gute Ausstattung an medizinischen Geräten. Außerdem ist die Organisation sehr um die Sicherheit der MitarbeiterInnen auf Einsatz bemüht.

Wenn Du an Dein schönstes Erlebnis bei Deinem Einsatz zurückdenkst, welches war das?

Wir hatten eine 9-jährige Patientin mit einer Meningitis nach einer Schussverletzung im Kopf. Die Antibiotika, die wir anwendeten, führten zu keiner Besserung. Unsere Patientin war höchstwahrscheinlich resistent gegen die verschriebenen Antibiotika. Nach Wochen entschloss sich unser medizinischer Koordinator dazu, völlig andere Antibiotika anzufordern. Es war nicht leicht, diese Medikamente zu bekommen. Innerhalb einer Woche, nachdem sie die neuen Antibiotika bekommen hatte, konnte unsere junge Patientin bereits im Spital herumgehen. Nach 10 Tagen wurde sie entlassen. Ich war beeindruckt vom Fachwissen und der Beharrlichkeit unseres medizinischen Leiters.

Gibt es etwas, was Du zu jedem Einsatz mit nimmst?

Ein elektronisches Stethoskop, um auch die leisesten Geräusche hören zu können.

 

Einsätze:

  • Nepal, April 2015 - Mai 2015
  • Türkei, August 2014 - November 2014
  • Südsudan, Jänner 2014 - März 2014
  • Syrien, Juni 2013 - September 2013

 

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