Priska Bedner

Krankenschwester

Kurzprofil

Bei einem Auslandspraktikum in einem rumänischen Kinderheim lernte die Krankenschwester unter schwierigen Bedingungen bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten – eine optimale Voraussetzung für humanitäre Einsätze in krisengeschüttelten Regionen dieser Welt. Zuletzt war die Tirolerin, die vier Fremdsprachen beherrscht, an der Universitätsklinik in Innsbruck tätig.
Mit Ärzte ohne Grenzen ist sie unterwegs, weil sie Menschen helfen will, die ohne professionelle medizinische Versorgung kein gesundes Leben mehr führen könnten. Die herausfordernde Arbeit gibt Priska Bedner die Möglichkeit, täglich etwas Neues zu lernen, es sofort umzusetzen und an ihre persönlichen Grenzen zu stoßen. Besondere Freude bereitet ihr bei ihren Einsätzen die Zusammenarbeit mit internationalen KollegInnen aus verschiedenen Kulturen.

Warum hast du dich für einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen entschieden?

Ich suchte nach einer beruflichen Veränderung und wollte im Ausland mit einer gut organisierten Organisation arbeiten. Ärzte ohne Grenzen kannte ich schon von klein auf und war beeindruckt von deren Einsätzen.

Was schätzt du an Ärzte ohne Grenzen am meisten?

Ärzte ohne Grenzen ist meistens als erste Organisation vor Ort und oft als einzige. Wir unterstützen die Bevölkerung nicht nur medizinisch, sondern legen auch sehr viel Wert auf Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen und Müllentsorgung.

Wenn Du an Dein schönstes Erlebnis bei Deinem Einsatz zurückdenkst, welches war das?

In meinen Einsätzen konnte ich bisher sehr viele schöne Ereignisse erleben.  Ein Patient wird mir in besonderer Erinnerung bleiben: Er war von Geburt an taubstumm und sein Oberkörper wurde zur Gänze verbrannt bei einer Tankstellenexplosion, wo meine Kollegen zufällig vorbeifuhren.  Nach seiner Entlassung kam er jeden zweiten Tag für einen aufwendigen Verbandswechsel vorbei. Er begleitete mich somit bis zum Ende meines Einsatzes. Zu sehen, wie seine große Wunde gut verheilte, und er dabei keine Schmerzen hatte, erfreute mich zutiefst.

Gibt es etwas, was Du zu jedem Einsatz mitnimmst?

Stirnlampe, Zahnseide, Schokolade. Außerdem mache ich Zuhause gerne Sport, was auf Einsatz oft sehr schwierig ist – ich nehme aber immer meine Springschnur und eine kleine Gymnastikmatte mit, so kann ich mein Boxtraining immer und überall machen.

Einsätze:

  • Zentralafrikanische Republik, Dezember 2013 - Juni 2014
  • Tschad, September 2011 - Jänner 2012
  • Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), April 2011 - Juni 2011
  • Haiti, November 2010 - März 2011

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