Österreich

4. Humanitärer Kongress: „Forced to Flee – Humanity on the Run“

Wien, 28. Februar 2017 – Am 3. März 2017 findet in Wien der 4. Humanitäre Kongress statt. Die sieben hochkarätig besetzten Diskussionspanels widmen sich heuer unter dem Motto „Forced to Flee – Humanity on the Run“ dem Thema Flucht. Ärzte ohne Grenzen lädt alle, die sich für Themen der humanitären Hilfe interessieren, sowie Medienvertreter und Medienvertreterinnen herzlich ein, den Kongress zu besuchen.

Beim 4. Humanitären Kongress, organisiert von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF), Österreichisches Rotes Kreuz, Caritas sowie die AG Globale Verantwortung und SOS-Kinderdorf, diskutieren internationale Experten und Expertinnen aus den Bereichen humanitäre Hilfe, Politik und Medien, aber auch von Flucht direkt betroffene Menschen über die Herausforderungen und Lösungsansätze beim Thema Flucht. In sieben Panels werden unterschiedliche Aspekte erörtert – von den humanitären Konsequenzen politischer Entscheidungen für Flüchtende, über die medizinischen Herausforderungen bis hin zur Aushöhlung des humanitären Völkerrechts.

Ein besonderer Fokus liegt auf aktuellen politischen Entwicklungen: So behandelt ein Diskussionspanel den von Hilfsorganisationen scharf kritisierten EU-Deal mit Libyen, der vorsieht, Asylsuchende in Auffanglagern unterzubringen um sie an der Überfahrt nach Europa zu hindern. Eine Expertenrunde diskutiert über Hintergründe und Kritikpunkte und erörtert die konkreten Folgen des geplanten Abkommens für Schutzsuchende – sowie die langfristigen Auswirkungen auf das Recht auf Schutz und Asyl. Das Panel wird moderiert von Hernan del Valle, dem Leiter für humanitäre Angelegenheiten der Einsatzzentrale von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam.

Der Kongress steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Alexander van der Bellen. Die Eröffnungsrede hält Volker Türk, stellvertretender UNO-Flüchtlingshochkommissar (UNHCR).

Referenten und Referentinnen (Auswahl):

  • Tammam Aloudat, Stv. medizinischer Direktor von Ärzte ohne Grenzen in Genf
  • Yves D‘Accord, Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (ICRC)
  • Kate Gilmore, Stellvertretende Hochkommissarin für Menschenrechte (UNO)
  • Mustafa Maalbawi, Arzt aus Syrien - lesen Sie hier seinen Augenzeugenbericht
  • Manfred Nowak, Professor für internationales Recht und Menschenrechte, Uni Wien
  • Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europaparlaments
  • Zedoun al-Zoubi (Syrien), Geschäftsführer Union of Medical Care and Relief Organisations (UOSSM)

Die Kongresssprache ist Englisch.

Datum:

3. März 2017, 09.00 bis 17.45 Uhr

Ort:

Universität Wien
Großer und Kleiner Festsaal
Universitätsring 1, 1010 Wien

Mehr erfahren:

Interessierte Medienvertreter und -vertreterinnen werden um Akkreditierung gebeten! Akkreditierung | Rückfragen | Vermittlung von Interviews:

Eva Hosp, [email protected], Tel.: 01-409 72 76-29
Patricia Otuka-Karner, [email protected], Tel.: 01-409 72 76-28

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