Österreich

Ausstellung „Hilfe aus nächster Nähe“ in Graz eröffnet

Die Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Österreich, Margaretha Maleh, hat heute am Grazer Mariahilferplatz die Ausstellung „Hilfe aus nächster Nähe“ eröffnet. Die Freiluftausstellung, die bis 23. Oktober kostenlos besucht werden kann, zeigt anschaulich, wie medizinische Nothilfe in Krisensituationen funktioniert. An unterschiedlichen Stationen wird Besuchern Einblick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen geboten und werden unterschiedliche Schwerpunkte der medizinischen und humanitären Hilfe in Krisengebieten thematisiert. Erstmals ermöglicht ein 360-Grad-Erlebnis mit Virtual-Reality-Brillen einen wirklichkeitsgetreuen Einblick in die Arbeit der Hilfsteams in den Einsatzgebieten.

„In einer Zeit, in der Krankenhäuser und Helfer zunehmend unter Beschuss genommen werden, möchten wir aufzeigen, welche konkrete Bedeutung medizinische Hilfe für die betroffenen Menschen in Konfliktzonen und anderen Krisengebieten hat“, sagt Margaretha Maleh. „Mit unserer Ausstellung in Graz laden wir die Steirer und Steirerinnen ein, für kurze Zeit in die Realität  unserer Arbeit einzutauchen und unsere täglichen Herausforderungen, aber auch einige unserer Erfolgserlebnisse selbst zu erfahren.“

„Die Ausstellung ist aktueller denn je"

Die Ausstellung „Hilfe aus nächster Nähe“ besteht aus originalgetreu ausgestatteten Zelten und Holzbauten, die den Mariahilferplatz elf Tage lang in einen Mikrokosmos der humanitären Hilfe verwandeln. Die Besucher erfahren, wie Medikamente in Krisengebiete gelangen und wie ein Ebola-Schutzanzug angelegt wird. Es wird gezeigt, wie Trinkwasser aufbereitet wird und was bei der Durchführung von Impfkampagnen zu berücksichtigen ist, auch wird ein aufblasbarer Operationssaal zu sehen sein. Eine Fotoausstellung thematisiert die aktuelle Situation von Menschen auf der Flucht. Im Filmzelt zeigen zahlreiche Videos verschiedenste Hilfseinsätze rund um den Globus. Mit VR-Brillen können Ausstellungsgäste einen 360°-Einblick in das Leben syrischer Flüchtlinge in Jordanien gewinnen oder einen Psychologen bei seiner Arbeit mit Flüchtlingen in Tansania begleiten.

„Die Ausstellung ist aktueller denn je. Im Augenblick sind unsere Teams weltweit in rund 70 Ländern tätig: In Konflikten wie Syrien oder dem Jemen ebenso wie in Krisengebieten abseits der medialen Wahrnehmung, etwa dem Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo oder Nord-Nigeria, wo sich derzeit eine große Ernährungskrise entwickelt“, sagt Maleh. „‚Hilfe aus nächster Nähe‘ ermöglicht einen spannenden Einblick in diese Hilfe für Jung und Alt. Zugleich hoffen wir, das Verständnis für die konkrete Bedeutung des Rechts auf medizinische und humanitäre Hilfe zu schärfen – und zu veranschaulichen, warum es so wichtig ist, dieses Recht zu schützen.“

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos, erfahrene Einsatzmitarbeiter und –mitarbeiterinnen bieten Führungen an und berichten von ihren persönlichen Erfahrungen während ihrer Hilfseinsätze.

Informationen zur Ausstellung

„Hilfe aus nächster Nähe“
Eine Ausstellung von Ärzte ohne Grenzen
Projektleitung: Marion Jaros
Graz, Mariahilferplatz
12. bis 23. Oktober 2016
Täglich von 10 bis 18.30 Uhr
Eintritt frei.

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