Österreich

#einsetzen: Ärzte ohne Grenzen startet Mobilisierungskampagne

Heute startet die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen eine Mobilisierungskampagne in Österreich, mit dem Ziel, mehr Bewusstsein für die Realität in Krisengebieten zu schaffen. Im Mittelpunkt steht dabei speziell die medizinische Arbeit, die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Konfliktregionen leistet. Die Kampagne schlägt eine Brücke von Österreich in die weltweiten Projekte der Organisation: Unter dem Schlagwort #einsetzen sind Menschen in Österreich dazu aufgerufen, sich zu engagieren und konkret zum Einsatz der Teams für Notleidende beizutragen. Auf einer eigenen Webseite (www.einsetzen.at) werden konkrete Unterstützungs-Möglichkeiten geboten.

 „Mit unserer Kampagne zeigen wir die Realität, die wir in vielen Kriegsgebieten erleben. Wir wollen ein Bewusstsein für die Herausforderungen schaffen, mit denen unsere Patienten und Patientinnen sowie unsere medizinischen Teams konfrontiert sind – von fehlender medizinischer Versorgung bis hin zu Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen“, erklärt Florian Lems, Kommunikationsleiter von Ärzte ohne Grenzen Österreich. „Zugleich sprechen wir Menschen in Österreich direkt an und bieten ihnen konkrete Möglichkeiten, sich für unsere Anliegen einzusetzen.“

Zusammengefasst wird dieser Ansatz unter dem Motto #einsetzen, das im Fokus der Kampagne steht. Ein fehlender medizinischer Gegenstand – wie etwa ein Medizinkoffer – versinnbildlicht die mangelhafte medizinische Versorgung und die oft nicht vorhandene humanitäre Hilfe in Konfliktgebieten; durch persönliches Engagement helfen Menschen in Österreich Ärzte ohne Grenzen dabei, das fehlende Element einzusetzen und so die Lücke in der Versorgung zu schließen.

Zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten

Unter der Web-Adresse www.einsetzen.at werden dazu konkrete Unterstützungsmöglichkeiten geboten: Diese reichen vom Organisieren von Initiativen und Spendenaktionen für Ärzte ohne Grenzen, über die Verbreitung der Anliegen der Organisation in sozialen Medien als digitale Botschafter oder Botschafterinnen, bis hin zur digitalen Unterstützung beim Erstellen von Landkarten für vernachlässigte Krisengebieten. Natürlich wird auch die Möglichkeit geboten, die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen direkt in Form einer Spende zu unterstützen. Wer sich für eine konkrete Einsatzmitarbeit in Krisenregionen interessiert, findet dazu ebenfalls alle nötigen Informationen.

„Eine wichtige Rolle spielt das Weitertragen unserer Anliegen. Neben der akuten Nothilfe versucht Ärzte ohne Grenzen auch, die öffentliche Aufmerksamkeit auf medial ‚vergessene‘ Krisen zu lenken, sowie auf Themen, die kaum wahrgenommen oder sogar verschwiegen werden. Derzeit sind das etwa die schreckliche Situation in libyschen Internierungszentren, oder die humanitäre Notlage im Südsudan. Engagierte Menschen können uns bei diesem Anliegen helfen, indem sie uns als digitale Botschafter unterstützen“, sagt Lems.

Stimmen von Hilde Dalik und Otto Clemens

Die #einsetzen-Kampagne, die gemeinsam mit der Agentur Schulterwurf entwickelt wurde, startet diese Woche und wird über TV- und Radio-Spots, Inserate, Online-Werbeformen wie Banner und multimediale Social-Media-Inhalte sowie Plakate umgesetzt. Die TV-Spots wurden von Motionworks produziert; die Schauspielerin Hilde Dalik sowie der Schauspieler und Fernsehsprecher Otto Clemens stellten ihre Stimmen dafür kostenlos zur Verfügung.

Ärzte ohne Grenzen bedankt sich besonders bei der jungen Protagonistin der Kampagne. Die 14-jährige Yengin Ahmed musste aus der umkämpften syrischen Stadt Kobane fliehen und kam 2015 mit ihrer Schwester über die Balkan-Route nach Österreich, wo sie inzwischen wieder mit ihren Eltern zusammengeführt werden konnte. Ihre Geschichte steht für das Schicksal vieler tausender Menschen, die die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Kriegsgebieten und entlang der Fluchtrouten getroffen oder behandelt haben.

Kampagnenseite: www.einsetzen.at

Download Kampagnen-Material: https://cloud.msf.org/index.php/s/jLo9uTRRKcDfVvY

Für die erfolgreiche Durchführung der Kampagne ist Ärzte ohne Grenzen auf Unterstützung in der Form von pro bono-Schaltungen angewiesen. Wir bedanken uns im Voraus bei allen Anbietern und Medien, die unsere Kampagne unterstützen.

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