Österreich

Laura Leyser ist neue Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen Österreich

Ab 1. November übernimmt Laura Leyser die Geschäftsführung von Ärzte ohne Grenzen Österreich. Sie übernimmt die Agenden von Mario Thaler, der die österreichische Sektion der internationalen Hilfsorganisation seit 2011 geleitet hat.

„Medizinische und humanitäre Nothilfe leisten, professionell, unabhängig und immer dort, wo unsere Hilfe am dringendsten benötigt wird: So lautet die Kernaufgabe von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF), nach der wir derzeit in mehr als 70 Ländern arbeiten. Die österreichische Sektion leistet dazu einen wichtigen Beitrag – sei es in Form von Spenden, durch die Entsendung von Fachkräften, durch Bewusstseinsarbeit über die Situation von Menschen in Not oder durch die Bereitstellung von Expertise aus verschiedenen Fachbereichen. Die Koordination und strategische Ausrichtung dieser Tätigkeiten bedürfen einer weitsichtigen Leitung, und ich bin froh, dass wir mit Laura Leyser eine erfahrene Managerin für diese Aufgaben gewinnen konnten“, sagt Margaretha Maleh, die Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Österreich.

„Zugleich möchte ich mich sehr herzlich bei Mario Thaler bedanken, er hat die Organisation in Österreich während der vergangenen sieben Jahre als Geschäftsführer stark mitgeprägt. Ich wünsche ihm im Namen aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen alles Gute für seine Zukunft.“

Laura Leyser bringt über zehn Jahre internationale Erfahrung in komplexen Krisensituationen mit. Der Schwerpunkt der Wienerin lag vor allem in der Entwicklungszusammenarbeit, etwa in Mosambik und Nepal, wo sie Entwicklungsprojekte umgesetzt hat. Während des Erdbebens in Nepal im Jahr 2015 wurde sie auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig, als sie Sofortmaßnahmen im Katastrophengebiet unterstützte. Zuletzt war Laura Leyser im britischen Ministerium für Internationale Entwicklung DFID (Department for International Development) tätig, wo sie stellvertretende Leiterin der Abteilung für „Governance, Offene Gesellschaften und Anti-Korruption“ war. Sie hält den Master-Titel für Entwicklungsmanagement, Internationale Entwicklung sowie Sozial- und Kulturanthropologie.

„Was ich an Ärzte ohne Grenzen schätze, ist die Kombination aus Menschlichkeit und Professionalität. Die Arbeit unserer Teams orientiert sich strikt am konkreten Bedarf der Patienten und Patientinnen“, sagt Leyser. „Es liegen große Herausforderungen vor uns: Während die großen humanitären Krisen im Südsudan, dem Jemen oder der Zentralafrikanischen Republik Ärzte ohne Grenzen vor immense Herausforderungen stellen, machen uns in Europa die Auswirkungen politischer Maßnahmen gegen Flüchtende und Migranten zu schaffen. Auch hier bleiben wir unseren Prinzipien und vor allem den betroffenen Menschen treu, denn gerade jetzt wird unsere unabhängige Hilfe mehr denn je benötigt. Ich freue mich, gemeinsam mit dem Team von Ärzte ohne Grenzen dazu beizutragen.“

Teilen

Vervielfältigen