Wir sind es gewohnt, per Knopfdruck detaillierte Landkarten auf unserem Computer oder Smartphone zur Verfügung zu haben. Doch nach wie vor gibt es für viele Gebiete, insbesondere in ärmeren Ländern, keine detaillierten Karten.

Neues und verbessertes Kartenmaterial

Im Krisenfall ist es oft unmöglich, genau zu erfassen, wo und wie viele Menschen in den am stärksten gefährdeten Regionen betroffen sind. Wo leben wie viele Menschen? Gibt es dort Straßen? Wie weit ist der Weg ins nächste Krankenhaus? Wie schnell wächst ein Geflüchtetenlager oder wie viele erkrankte Personen gibt es in einer Region?

Die Spezialistinnen und Spezialisten in unserem Map-Center kombinieren die benötigten Daten mit aktuellen Karten. Die Basis für ihre Arbeit bilden Satellitenbilder. Mit diesen hochwertigen Landkarten können wir im Krisenfall besser und schneller reagieren.
 

Eine Spende an Ärzte ohne Grenzen kann auch dabei helfen, neues Kartenmaterial zu erstellen bzw. bestehendes zu verbessern. Mehr Informationen dazu gibt’s hier.

Mit einer Spende Landkarten finanzieren

Unterstützung aus Österreich

Edith Rogenhofer im Wiener Büro unterstützt die Teams von Ärzte ohne Grenzen weltweit mittels satellitengestützter Geoinformatik (GIS): Sie ist Teil der internationalen GIS Unit, die durch Analysen von Flüchtlingsströmen, die Lokalisierung von geeigneten Standorten für Brunnenbohrungen oder die Überwachung und Vorhersage bei drohenden Dürreperioden effiziente Hilfe ermöglicht. 

Durch die Einbindung in das sogenannte „MSF Map Center“ in Genf stehen die Ergebnisse und Analysen allen Einsatzteams weltweit zur Verfügung. Ärzte ohne Grenzen Österreich kooperiert in diesem Bereich mit der Universität Salzburg (Fachbereich für Geoinformatik – Z_GIS), der Geo-Daten-Firma Spatial Services und dem Christian Doppler-Labor.

Freiwillige helfen mit

Wertvolle Unterstützung erhalten unsere Geoinformations-Expertinnen und -Experten von zahlreichen Freiwilligen weltweit. Bei so genannten „Mapping-Partys“ helfen sie dabei, Dörfer, Straßen und andere geographische Details auf Satellitenaufnahmen abgelegener Gebiete einzuzeichnen, die von Naturkatastrophen, Krankheiten oder Konflikten betroffen sind. 
 

Auf diese Weise unterstützen sie die medizinische Nothilfe. Die Veranstaltungen finden im Rahmen des „Missing Maps“ Projekts statt. Das Beste daran: Jeder kann mitmachen, egal ob Anfängerin oder erfahrener Mapper. Mitzubringen ist lediglich ein eigener Laptop (inkl. Maus).

Mitmachen von Zuhause aus


Mit unserer kostenlosen App "MapSwipe" können Sie Krisenregionen von unterwegs aus direkt und in wenigen Minuten kartographisch erfassen.