Tunesien

Ärzte ohne Grenzen reagiert auf Unruhen in arabischen Ländern

Nach gewalttätigen Zusammenstößen in Folge der Proteste der Bevölkerung in Ländern des Nahen Ostens und des Mittelmeerraums helfen Notfallteams von Ärzte ohne Grenzen dabei, Lücken in der Versorgung Verletzter zu schließen. Die Organisation konnte in einigen Ländern Gesundheitseinrichtungen besuchen - dort müssen zunehmend Verletzte behandelt werden. In einigen Krankenhäuser und Einrichtungen besteht die Gefahr, dass die medizinischen Vorräte ausgehen.

In Bahrain hat ein Erkundungsteam Kontakt mit Gesundheitseinrichtungen aufgenommen. Die Mitarbeiter besuchten mehrmals das Salmanya-Krankenhaus in der Hauptstadt Manama und boten ihre Hilfe an, falls sich die Lage verschlechtern sollte. Zudem bereiten Notfall-Teams von Ärzte ohne Grenzen von Ägypten und Tunesien aus medizinische Hilfslieferungen nach Libyen vor. Unter anderem sollen Materialien zur Behandlung Verwundeter ins Land gebracht werden. In Jemen und anderen Ländern der Region sind die Teams von Ärzte ohne Grenzen bereit, die einheimischen Ärzte zu unterstützen, falls das notwendig wird.

Während der Proteste auf dem Tahrir-Platz in Kairo hat Ärzte ohne Grenzen zwei Krankenhäuser und eine improvisierte Klinik in einer Moschee mit Medikamenten und medizinischem Gerät versorgt. Das Team schulte zudem die ägyptischen Ärzte darin, wie man die Versorgung organisiert, wenn in kurzer Zeit eine hohe Zahl von Verletzten eingeliefert wird, und half beim Aufbau weiterer Notfallvorbereitungen. In Tunesien lieferte Ärzte ohne Grenzen orthopädisches Operationsmaterial an zwei Krankenhäuser im Süden des Landes.

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