Indonesien

Tsunami in Indonesien: Wir helfen Überlebenden

Nach dem Tsunami in Indonesien am 22. Dezember brauchen immer noch viele Menschen in den betroffenen Regionen der Inseln Java und Sumatra medizinische Hilfe. Mehrere Teams von Ärzte ohne Grenzen sind im Katastrophengebiet im Einsatz, um die örtlichen Gesundheitsbehörden bei der Versorgung von Überlebenden und Verletzten zu unterstützen. Inzwischen haben sie 783 medizinische Konsultationan angehalten.
 
Laut offiziellen Angaben haben durch die Katastrophe mehr als 40.000 Menschen ihr Zuhause verloren, 7.202 Menschen wurden verletzt und 426 starben. Am stärksten von den Folgen der Flutwelle betroffen sind die Distrikte Pandeglang und Serang in der Provinz Banten auf Java sowie Lampung Selatan, Tanggamus und Pesawaran in der Provinz Lampung auf Sumatra.
 

Schnelle Hilfe nach dem Tsunami in Indonesien

Da wir Projekte in der Hafenstadt Labaun haben, konnte ein erstes Team die örtlichen Behörden unmittelbar nach dem Tsunami unterstützen: „Die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Pandeglang reagierten auf den Zustrom von Patienten und Patientinnen am Morgen des 23. Dezembers, als sowohl Verletzte als auch Verstorbene in die Gesundheitszentren gebracht wurden“, berichtet Daniel von Rège, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Indonesien. "Wir halfen dabei, ein angemessenes Fallmanagement, Infektionskontrolle und Hygienestandards sowie materielle Unterstützung sicherzustellen.
 
In Labuan und Umgebung haben unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der ersten Woche nach dem Tsunami 191 Menschen behandelt. Zudem unterstützen sie die Patienten und Patientinnen auch mit psychologischer Hilfe. In Unterbezirken von Labuan ist es in der Zwischenzeit durch Regenfälle zu Überflutungen gekommen. Daher betreiben wir in den dortigen betroffenen Regionen zusätzliche mobile Kliniken.
 

Mobile Teams leisten Hilfe in entlegenen Gebieten

„Zusätzlich zur Unterstützung der Gesundheitszentren haben wir seit dem dritten Tag nach dem Tsunami ein mobiles Team im Einsatz“, sagt Dina Afriyanti, die als Hebamme für Ärzte ohne Grenzen in Labuan arbeitet. „Wir haben Überlebende besucht, die sich zu Fuß in höher gelegene Gegenden gerettet haben. Einige von ihnen haben sich auf der Flucht vor dem steigenden Wasser verletzt oder wurden von herunterfallendem Schutt verwundet. Viele Menschen, die wir in den entlegenen Ansiedlungen angetroffen haben, haben bisher keinerlei medizinische Behandlung erhalten. Wir haben ihre Wunden gereinigt und verbunden und werden diese Menschen weiterhin besuchen, um sicherzugehen, dass ihre Verletzungen gut heilen.“
 
An der Westküste der indonesischen Insel Java haben wir die Hilfe ausgeweitet und dort auch Patienten und Patientinnen im schwer erreichbaren Küstengebiet von Panimbang behandelt, das südlich der Stadt Labuan liegt.
 
 
 

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