03.03.2026
Am frühen Morgen des Sonntags, 1. März, kam es in der Stadt Abiemnhom im Nordwesten des Verwaltungsgebiets Ruweng zu großflächigen gewaltsamen Auseinandersetzungen, bei denen zahlreiche Zivilist:innen verletzt wurden. Ärzte ohne Grenzen unterstützt das Krankenhaus des Gesundheitsministeriums in der Stadt Abyei, in dem bislang 80 Patient:innen mit Schussverletzungen aufgenommen wurden, darunter auch Frauen und Kinder. Leider sind einige der Verletzten verstorben, so auch eine Schwangere.

Ärzte ohne Grenzen hat solche Auseinandersetzungen in dem Gebiet schon in der Vergangenheit erlebt, doch das Ausmaß der Opferzahlen dieses Vorfalls ist besonders alarmierend.

Abraham Deng Lual Wek, Pflegekoordinator von Ärzte ohne Grenzen, berichtet:  

„Es war sehr schwierig, den Massenanfall von Verletzten zu bewältigen, aber viele Mitarbeitende von Ärzte ohne Grenzen sowie des Gesundheitsministeriums kamen an ihrem freien Tag oder aus anderen Einrichtungen, um zu helfen. Für das OP-Team war es eine große Herausforderung, die Vielzahl der Notfälle in den beiden Operationssälen zu versorgen. Unsere Notaufnahme und die Stationen waren voll belegt. Wir erweiterten die Kapazitäten mit Zelten und einem Besprechungsraumie sich ebenfalls schnell füllten.

Im Twic County spendete Ärzte ohne Grenzen medizinische Hilfsgüter für das Mother‑Theresa‑Krankenhaus in Turalei. Diese Eskalation der Gewalt spiegelt die anhaltende Unsicherheit n einigen Regionen des Südsudans wider, wo Gewaltzyklen weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung haben und zur Überlastung eines ohnehin geschwächten Gesundheitssystems führen.“ 

Werner Reiter

Werner Reiter

Press Officer