26.08.2022

In der Demokratischen Republik Kongo testen wir den Einsatz von Menstruationsunterwäsche für geflüchtete Frauen. Denn gerade auf der Flucht bleibt Frauen und Mädchen oftmals nur die Kleidung, die sie am Leib tragen. Hygieneartikel, sauberes Wasser und Toiletten sind nur begrenzt oder gar nicht vorhanden.

Da die Periode in vielen Teilen dieser Erde nach wie vor stigmatisiert wird, bleibt vielen Mädchen und Frauen nichts anderes übrig, als ihre Blutung mit Stoffen, schmutzigen Tüchern und anderen saugfähigen Materialien aufzufangen, die sie finden. Sie riskieren damit schwere Infektionen. Menstruationsunterwäsche kann menstruierende Mädchen und Frauen auf der Flucht und in Geflüchtetenlagern vor schweren Erkrankungen bewahren. Sehen Sie mehr:

Menstruationsartikel als Teil der Nothilfe

Wie wichtig das Einbeziehen von Menstruationshygiene in der internationalen Nothilfe ist, zeigten uns die Gespräche mit den Frauen in Süd-Kivu, die Sie auch in unserem Magazin einsatz nachlesen können. Wir lernten ihre Bedürfnisse und die kulturellen Vorstellungen zu diesem sehr sensiblen Thema besser kennen und konnten verstehen, wie wir sie damit am besten unterstützen können. 

Der Einsatz von Menstruationsunterhosen ist für uns die nachhaltigste Alternative. Denn die Unterhosen verlieren ihre Saugfähigkeit erst nach ca. zwei Jahren und können auch danach weiterhin als normale Unterhosen getragen werden. Außerdem produzieren Menstruationsunterhosen keinen Plastikmüll, der gerade auch in Geflüchtetenlagern schwer entsorgt werden kann. 

Wir hoffen, dass unser Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongo nur der Anfang war und Menstruationsunterwäsche bald fixer Bestandteil der internationalen Nothilfe ist.