11.05.2025
Wir haben Mütter in unserem Umfeld gefragt, was sie wirklich bewegt und motiviert.

Zum Muttertag stehen oft Blumen, Pralinen oder Schmuck im Mittelpunkt. Doch was zählt wirklich am Muttertag? Wir haben drei Mütter aus unserem Umfeld gefragt, was sie bewegt und motiviert.

Julia Spicker, Modefotografin

Julia Spicker
Julia Spicker

Julia Spicker spendet für Ärzte ohne Grenzen. Die gebürtige Oberösterreicherin lebt mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann in Wien. Beruflich ist sie eine erfolgreiche Modefotografin.

Über die Vereinbarkeit von Job und Familie

Ich bin sehr dankbar, dass ich zwischen Mama sein und der Fotografie switchen kann – ich mag beides gern. Freu mich genauso mit den Kindern im Garten zu graben oder zu reisen und ein cooles Shooting zu machen.

Das verbindet sie mit Ärzte ohne Grenzen 

Ärzte ohne Grenzen ist super, super, supergenial. Ich glaube einfach, ihr seid für die Menschen da, um die sich sonst keiner kümmert. Menschen, die sonst übersehen werden. Mein Mann und ich spenden regelmäßig, weil’s uns ganz gut geht. Wir finden, wenn man kann, sollte man auch was weitergeben. 

Das will sie ihren Kindern unbedingt mit auf den Weg geben

Als moderne Mama versuche ich meine Kinder so zu erziehen, dass sie wissen: Jeder Mensch ist anders. Wir alle sind verschieden. Trotzdem haben alle Menschen den gleichen Stellenwert. Es gibt kein besser oder schlechter – in allen Bereichen, egal welches Geschlecht oder welche Nationalität. 

Machen Sie zum Muttertag ein außergewöhnliches Geschenk und unterstützen Sie Menschen ohne medizinische Versorgung. 

Laura Leyser, Geschäftsführerin

Muttertag
MSF

Laura Leyser leitet als Geschäftsführerin das Wiener Büro von Ärzte ohne Grenzen. Davor arbeitete sie lange in verschiedenen Entwicklungsprojekten mit, wie zum Beispiel 2015 bei der Soforthilfe nach dem Erdbeben in Nepal. Laura Leyser hat zwei Kinder und lebt mit ihrem Mann in Wien.

Was sind deine sozialen Vorbilder?  

Ich habe nicht das eine Vorbild, sondern sehr viele. Ich hatte einerseits das Glück sowohl in einer sozial engagierten und warmherzigen Familie mit internationalen Wurzeln aufzuwachsen. Andererseits habe ich von klein auf gesehen, dass viele Menschen altruistisch handeln und anderen Menschen mit weniger Möglichkeiten im Leben helfen.  

Augenöffnend waren für mich die Reisen als Kind zu meiner südamerikanischen Familie. Dort habe ich gesehen, dass es nicht allen so gut geht wie mir. Und seitdem war mir klar, dass ich mit meinen Möglichkeiten dazu beitragen möchte, dass alle Menschen faire Chancen bekommen.   

Wie meisterst du Job und Familie? 

Mit viel Chaos und Anstrengung, einer kräftigen Unterstützung von meinem Partner und unseren Familien und der Verabschiedung von Perfektionismus auf allen Seiten. Und der Dankbarkeit trotz dem Chaos so ein erfülltes, vielseitiges Leben zu haben. Die Gegebenheiten vor Ort in unseren Einsatzgebieten oder in anderen Krisen bieten mir da immer einen guten Realitätscheck. 

Welche Frauen sind dir bei Ärzte ohne Grenzen in Erinnerung geblieben? 

Abgesehen von den vielen Frauen die sich bei Ärzte ohne Grenzen als Mitarbeiterinnen und Unterstützerinnen einsetzen, bleiben mir immer die Frauen in unseren Projekten in Erinnerung. Ich bin immer wieder erstaunt wie stark Frauen sein können, wie sie sich auch in den ärgsten Krisen liebevoll um ihre Kinder kümmern und versuchen eine bessere Zukunft aufzubauen. 

Gexi und Anna Tostmann, Trachtenunternehmerinnen

Gexi Trostmann Anna Trostmann
Olschinsky /Archiv Tostmann

Gexi Tostmann (links im Bild) und Tochter Anna Tostmann (rechts im Bild) sind Trachtenunternehmerinnen mit Leidenschaft, deren soziales Engagement auch weit über ihr Unternehmen hinaus reicht.

Von Mutter zu Tochter 

Was wir als Mutter und Tochter teilen, ist die Einstellung, dass man im Grunde immer helfen soll und kann. Helfen ist auch ohne Geld möglich – mit Zuhören, Gesellschaft leisten und Mitgefühl zeigen. 

Soziales Engagement in traditionellen Unternehmerfamilien 

Wir glauben in traditionellen Unternehmerfamilien ist soziales Engagement eine Selbstverständlichkeit. Bei uns in der Familie engagiert man sich sozial – aber eigentlich ohne "Getue". 

Die Verbindung zu Ärzte ohne Grenzen 

Wir möchten diese Bewegung und wunderbare Idee einer grenzenlosen humanitären Hilfe unterstützen. Im Laufe eines halben Jahrhunderts habe ich zudem viele engagierte Ärztinnen und Ärzte in der Organisation kennengelernt. Wir kennen einige dieser großartigen Menschen und wissen daher, dass Spenden in dieser Institution mehr als gut angelegt sind. 


Aktuellste Nachrichten & Artikel

Südsudan: 100.000 Vertriebene in völlig zerstörte…

Resumption of Medical Activities in Akobo
Isaac Buay/MSF
Nach einer militärischen Offensive Anfang März waren die Bewohner:innen der Stadt Akobo im Bundesstaat Jonglei über die Grenze nach Äthiopien geflohen, wo sie keinerlei humanitäre Hilfe erhielten. Mittlerweile haben bewaffnete Oppositionsgruppen die Stadt wieder eingenommen und mehr als 100.000 Menschen sind zurückgekehrt. Sie haben eine völlig zerstörte Stadt vorgefunden. Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Nothilfe in Akobo.
Mehr lesen

Informationen zur Entlassung von 18 Mitarbeitenden…

Ärzte Ohne Grenzen Österreich Logo
MSF
Unsere Untersuchungen im Osten des Tschad haben 59 Vorwürfe sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs durch Mitarbeitende von Ärzte ohne Grenzen ergeben – 18 Personen wurden entlassen.
Mehr lesen

DR Kongo: Ärzte ohne Grenzen warnt vor gefährlichen…

Ebola Treatment Center Elykia Ituri Bunia
Alexis Huguet/MSF
Einen Monat nach der Bestätigung des Ausbruchs der Ebola-Krankheit im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind die Voraussetzungen zur Eindämmung der Epidemie weiterhin völlig unzureichend. Es fehlt an Diagnostik sowie an effektiver Überwachung und Kontaktnachverfolgung. Zudem werden viele Menschen vor Ort nicht ausreichend in die Notfallmaßnahmen einbezogen. Das erschwert auch die Arbeit von Hilfsorganisationen erheblich.
Mehr lesen

Gefängnis am Stephansplatz: Ärzte ohne Grenzen…

Aktion MSF - EU Asyl- und Migrationspakt Juni 2026 - 7
Tina Götz / MSF
Ärzte ohne Grenzen hat heute ein Gefängnis auf dem Wiener Stephansplatz errichtet, um auf die Situation Geflüchteter aufmerksam zu machen. Mit Inkrafttreten des EU-Pakts zu Migration und Asyl am 12. Juni 2026 können ganze Familien bis zu sechs Monate unter haftähnlichen Bedingungen angehalten werden.
Mehr lesen