Ein Hallo aus dem jüngsten Land der Welt

Ein Hallo aus dem jüngsten Land der Welt
Kommentar von Vera Schmitz
14.11.2014

Seit knapp zwei Wochen bin ich nun schon in Malakal im Südsudan und Tag für Tag finde ich mich mehr in meine Arbeit und den Alltag hier ein.

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Meine Arbeit im Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Malakal © Vera Schmitz

Das Projekt, in dem ich für die kommenden drei Monate eingesetzt bin, befindet sich in einem Lager für Vertriebene – bzw. handelt es sich in diesem Fall um ein POC Camp. „POC“ steht für „Protection of Civilians“ und dient dem Schutz der Zivilbevölkerung. Der Südsudan hat sich erst 2011 vom Sudan getrennt, um ein eigener Staat zu werden – und ist somit das jüngste Land der Welt. Doch die Lage ist nach wie vor sehr angespannt. Es gibt immer wieder Unruhen zwischen den verschiedenen Stämmen, den Regierungstruppen und der Opposition.

Malakal ist ein relativ großes Projekt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Spital im Camp selbst, wo sowohl Kinder als auch Erwachsene behandelt werden:

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Unser Spital in Malakal © Vera Schmitz

Außerdem gibt es noch mehrere sogenannten „Mobile Clinics“ – mehrere Teams fahren mehrmals pro Woche oder sogar täglich in die umliegenden Orte, um die Menschen vor Ort medizinisch zu versorgen. Bei Bedarf werden die Patienten in unser Spital gebracht und behandelt.

Häufige Krankheitsbilder hier sind vor allem Malaria, Kala Azar (eine tropische Krankheit, die durch die Sandfliege übertragen wird) und Tuberkulose. Dehydration aufgrund von Durchfall und generelle Infekte der Atemwege kommen ebenfalls immer wieder vor. Weiterhin behandeln wir in unserem Ernährungsprogramm Kinder mit Mangelernährung - diese ist aber zumeist eher ein Co-Faktor bzw. eine Folge einer vorhergehenden/andauernden Erkrankung.

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Ich mit einem der „Nutritional Assistents“, einem südsudanesischen Ernährungsassistenten, der für die Zubereitung der Nahrung der unterernährten Kinder zuständig ist © Vera Schmitz

Ich bin hier eine von drei Krankenschwestern, die im eigenen Spital von Ärzte ohne Grenzen arbeiten. Meine Arbeit hier unterscheidet sich dabei sehr stark von meinem Stationsalltag in Wien - aber darauf komme ich beim nächsten Blogeintrag aus dem Einsatz zurück :-)

Bis dahin und viele Grüße aus Malakal!

Vera Schmitz

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19.11.2014
09:18
Dieterle

Liebe Vera,
ich habe gerade mit Ihrer Mutter telefoniert. Booh - irre wo es Sie hin verschlagen hat. Sie sehen glücklich aus auf dem Foto. Wir drücken Ihnen für die Arbeit die Daumen, alles Gute und bleiben Sie uns gesund!
Herzliche Grüße aus der Engelbertstraße
Hilde und Klaus Dieterle

19.11.2014
22:07
Frank B.

Liebe Grüße aus dem herbstlich kühlen Rheinland von Deinem Cousin Frank.
Ich bewundere Deine Entscheidung, Dich für MSF zu engagieren und in den Südsudan zu gehen.
Stay safe and healthy.

25.11.2014
11:11
Vera Schmitz

Vielen lieben dank für eure Antworten! Freue mich immer sehr über Grüße aus der Heimat und schicke diese gerne zurück! - Nächster Blogeintrag folgt hoffentlich bald :-)

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