Unsere Hilfe in Armenien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Bereits seit 2005 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Armenien darauf, resistente Tuberkulose-Formen zu bekämpfen. 2018 übergaben die Teams erste Aktivitäten an die nationalen Gesundheitsbehörden.

Die Hilfe in Armenien im Einzelnen (Auszug):

  • In den vergangenen 14 Jahren fokussierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Armenien darauf, die medizinischen Programme für resistente Tuberkulose auszuweiten. Gegenwärtig ist die modernste Behandlung landesweit verfügbar. Seit 2015 nahmen die Teams zudem an der internationalen Initiative „Stop-TB“ teil, deren Ziel es ist, kürzere, weniger giftige und effektivere Therapien für resistente Tuberkuloseformen zu finden. Die Aufnahme von erkrankten Personen in die Beobachtungsstudie wurde im Juni 2017 abgeschlossen. Insgesamt 106 Patientinnen und Patienten nahmen an dieser Studie teil, die 2018 weiterlief und voraussichtlich 2019 beendet werden wird.
     
  • Seit dem Jahr 2016 behandelt Ärzte ohne Grenzen zudem Patientinnen und Patienten, die neben einer resistenten Tuberkuloseform gleichzeitig an Hepatitis C oder an einer chronischen Hepatitis-C erkrankt sind. Diese Hilfe in Armenien war notwendig, da damals 20 Prozent der an resistenten Tuberkuloseformen erkrankten Personen gleichzeitig mit Hepatitis C infiziert waren. Dies kann die Leberfunktion beeinträchtigen und die Nebenwirkungen der Tuberkulose-Therapie verschlimmern. Im Jahr 2018 begannen die Teams zudem eine epidemiologische Studie. Ziel ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit der neuesten Medikamente zur Behandlung von resistenter Tuberkulose in Kombination mit schnell wirksamen antiretroviralen Medikamenten gegen Hepatitis C zu dokumentieren.
     
  • Die Hilfe in Armenien umfasste 2018 außerdem chirurgische Eingriffe: Im April nahm ein Team bei sechs Patientinnen und Patienten, die an Tuberkulose erkrankt waren, Thorax-Operationen vor. Diese Form des Eingriffes ist ansonsten landesweit nicht verfügbar.
     
  • Sobald das „Stop-TB“-Projekt und die epidemiologische Studie im März 2019 beendet sein werden, werden die Teams alle verbleibenden Aktivitäten an die nationalen Gesundheitsbehörden übergeben. Dafür haben die Teams bereits im Jahr 2018 damit begonnen, landesweit den Ärzten und Pflegekräften in den Tuberkulosekliniken Theorie und Praxis zu vermitteln. Bis zum Jahresende wurde im Rahmen der Hilfe in Armenien das Fallmanagement bereits in vielen Gebieten übergeben.

 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1988 Hilfe in Armenien an.

Quelle: International Activity Report 2018

Meldungen aus Armenien

Vervielfältigen