Unsere Hilfe in Belgien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe in Belgien für Flüchtlinge und Migranten fort: Die Teams leisteten psychologische und psychosoziale Hilfe für Menschen, die in Belgien lebten oder das Land durchquerten.

Die Hilfe in Belgien im Einzelnen (Auszug):
 

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in Belgien auf Migranten und Flüchtlinge, da viele von ihnen in ihren Heimatländern oder während der Reise nach Europa traumatische Erfahrungen gemacht haben. Unangemessene Asylbedingungen sowie Aufnahme- und Integrationsmaßnahmen in den Ankunftsländern haben ihre seelische Verfassung weiter verschlechtert und oft sogar neue traumatische Erfahrungen verursacht.
     
  • Im Jahr 2018 leisteten unsere Teams psychosoziale Unterstützung in Sammel- und Einzelunterkünften für Asylsuchende in den belgischen Stadtbezirken Charleroi, Morlanwelz und Roeselare. Die Aktivitäten im Rahmen dieser Hilfe in Belgien umfassten erste Screenings zur psychischen Gesundheit, vertiefte Untersuchungen, Psychoedukation, Folgetermine sowie Freizeitaktivitäten, um das allgemeine Wohlergehen zu fördern.
     
  • Unsere Teams unterstützten auch Migranten, die außerhalb der offiziellen Aufnahmezentren lebten. Viele von ihnen reisten durch Belgien, um andere Aufnahmeländer zu erreichen. Diese Menschen haben einen unsicheren legalen Status und landen oft in prekären Situationen, die neben bestehenden Traumata das Risiko neuer psychischer Störungen erhöhen.
     
  • Im Rahmen der Hilfe in Belgien startete Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit sechs anderen Organisationen im September 2017 ein neues Projekt: In einem humanitären Zentrum wurden zahlreiche Dienstleistungen angeboten, die medizinische und psychologische Hilfe einschlossen sowie einen Familien-Suchdienst, juristische Beratung oder die Verteilung von Kleidungsstücken. Ärzte ohne Grenzen führte im Jahr 2018 mit 448 Personen insgesamt 1.800 psychologische Einzelgespräche. Diese Hilfe in Belgien wurde vor allem von Männern in Anspruch genommen, die ursprünglich aus dem Sudan, aus Äthiopien und Eritrea kamen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe in Belgien an.

Quelle: International Activity Report 2018

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