Unsere Hilfe in Georgien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2018 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Georgien weiterhin auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit multiresistenter Tuberkulose.  

Unsere Hilfe in Georgien im Einzelnen (Auszug):
 

  • Ärzte ohne Grenzen setzte die medizinische Hilfe in Georgien fort, obwohl die Anzahl der Neuerkrankungen an Tuberkulose (TB) sank. Gleichwohl wurden bei mehr als 10 Prozent der Neuerkrankungen Resistenzen festgestellt, und 30 Prozent von ihnen waren bereits gegen TB behandelt worden.
     
  • Unsere Teams setzten die „Stop-TB“-Strategie in Georgien um, die 2015 von der internationalen Organisation UNITAID in 17 Ländern eingeführt und finanziert wurde. Diese Partnerschaft hat zum Ziel, eine kürzere, weniger giftige und wirksamere Behandlung für resistente Tuberkulose-Formen zu finden. Kernelement dafür ist eine Beobachtungsstudie, die die Medikamente Bedaquilin und Delamanid auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit überprüft. Ärzte ohne Grenzen hat bereits 297 multiresistente Patientinnen und Patienten im Rahmen der Hilfe in Georgien in diese Studie aufgenommen. Die letzten Patienten werden im Januar 2019 ihre Behandlung abgeschlossen haben und danach noch sechs Monate nachversorgt werden. Die Studie wird somit im Juli 2019 beendet werden können.
     
  • Georgien nimmt auch an den klinischen „Stop-TB“-Studien teil, die eine Behandlung mit Bedaquilin und/oder Delamanid beinhalten, um sehr viel kürzere, erträglichere und injektionsfreie Behandlungsformen für multiresistente Tuberkulose zu finden. Die Aufnahme in diese Versuchsreihe wurde im Februar 2018 beendet. Zehn Patientinnen und Patienten werden noch bis Februar 2020 beobachtet.
     
  • Die Hilfe in Georgien schloss auch die Unterstützung der lokalen Gesundheitsbehörden in Abchasien ein: Ärzte ohne Grenzen überwachte die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit multiresistenter Tuberkulose und extensiv resistenter TB sowie mit Koinfektionen wie Hepatitis C. Unsere Teams stellten qualitativ hochwertige Medikamente zur Verfügung und garantierten das laufende Monitoring der Patienten. Diese beiden Aufgaben gehören zu den dringlichsten Herausforderungen. Zudem unterstützte Ärzte ohne Grenzen die Aufnahme von 14 Patientinnen und Patienten in die Behandlungsreihe mit neueren TB-Medikamenten und versorgte fünf Patienten, die an einer Hepatitis C Koinfektion erkrankt waren, mit der entsprechenden Therapie. 76 weitere Personen wurden darüber hinaus im Rahmen der Hilfe in Georgien auf Hepatitis C untersucht und werden 2019 ihre Behandlung beginnen.

 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1993 Hilfe in Georgien an.

Quelle: International Activity Report 2018

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