Unsere Hilfe in Guinea

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2018 die Hilfe in Guinea auf die Versorgung von 12.500 HIV-infizierten Menschen und auf die Behandlung von Malaria.

Unsere Hilfe in Guinea im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in Guinea umfasste 2018 die Versorgung von Menschen, die mit HIV lebten: Dazu gehörten Tests, Behandlung und Nachsorge für stabile HIV-Patientinnen und Patienten in acht Gesundheitszentren der Hauptstadt Conakry. Die Teams boten zudem fachmedizinische Hilfe für Aids-Patienten in einer Klinik mit 31 Betten an, die zum Krankenhaus in Donka gehörte.
     
  • Im Jahr 2018 begannen wir ein Programm, in dem die stabilen Patientinnen und Patienten ihren Medikamentennachschub und ihre medizinischen Sprechstunden nur alle sechs Wochen anstatt monatlich erhielten. Auf diese Weise wurde das mit der Krankheit verbundene Stigma verringert und die Therapietreue erhöht. Zu dieser Hilfe in Guinea gehörte auch, dass wir die nationale Apotheke mit antiretroviralen Medikamenten versorgten, als es zu Lieferengpässen kam. Eine medikamentöse Unterbrechung hätte die Gesundheit unserer Patienten gefährden können.
     
  • In der nordöstlichen Stadt Kouroussa weiteten wir ein Gesundheitsprogramm für Kinder aus, das 2017 begonnen hatte. Wir stellten Personal zur Verfügung und leisteten logistische Unterstützung für das Provinzkrankenhaus, das eine Bevölkerung von 315.000 Menschen versorgte. Im Jahr 2018 wurden 3.000 Kinder unter fünf Jahren stationär aufgenommen. Mehr als die Hälfte von ihnen war an Malaria erkrankt.
     
  • Im Rahmen unserer Hilfe in Guinea bemühen wir uns, Kinder vor komplizierten Krankheiten zu schützen und die Kindersterblichkeit zu verringern. 2018 fokussierten wir unsere Arbeit daher auf die frühzeitige Versorgung von Kindern auf Gemeindeebene. Dank 120 speziell fortgebildeten Freiwilligen konnten 8.819 Kinder mit Schnelltests auf Malaria diagnostiziert werden. Mehr als 90 Prozent dieser Kinder wurden direkt in der Gemeinde behandelt. Insgesamt versorgte Ärzte ohne Grenzen 24.100 Malaria-Patienten. Die Freiwilligen maßen zudem den Oberarmumfang der Kinder, der Anzeichen auf Mangelernährung liefert. Diejenigen, die Hilfe benötigten, wurden an das nahegelegenste Ernährungszentrum überwiesen. Neun dieser Zentren wurden von Ärzte ohne Grenzen unterstützt.
     
  • Zum Jahresende kam es zu einer Zunahme an Masernfällen. Wir starteten daher mit den Behörden eine vierwöchige großangelegte Impfkampagne. Im Rahmen dieser Hilfe in Guinea impften wir bis Dezember mehr als 74.000 Kinder zwischen sechs Monaten und sieben Jahren.
     

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1984 Hilfe in Guinea an.

Quelle: International Activity Report 2018

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