Unsere Hilfe in Mosambik

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2016 setzte Ärzte ohne Grenzen die langjährige HIV-Hilfe in Mosambik fort. Das Land kämpft gegen eine HIV-Epidemie, die bereits 11,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betrifft. Der ehrgeizige Regierungsplan, alle diagnostizierten HIV-Patienten und Patientinnen umgehend zu behandeln, ist noch lange nicht erfüllt.

Die Hilfe in Mosambik im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte die medizinische Hilfe in Mosambik im Jahr 2016 fort, da die Versorgung in staatlichen Einrichtungen durch Budgetkürzungen im Gesundheitsbereich beeinträchtigt wurde. Dies führte zu Engpässen bei Personal und Medikamentennachschub.
  • In der Hauptstadt Maputo versorgten die Teams von Ärzte ohne Grenzen HIV-Patienten und Patientinnen, die Medikamente der zweiten oder dritten Therapielinie benötigten und unter Begleiterkrankungen wie dem Kaposi Sarkom (Krebserkrankung) oder viraler Hepatitis litten. Unsere Teams boten zudem umfassende Gesundheitsversorgung für Menschen mit multiresistenter Tuberkulose und extrem resistenter Tuberkulose an. Die Hilfe in Mosambik wurde 2016 zudem auf die Behandlung von viraler Hepatitis-C ausgeweitet. Drei Patienten und Patientinnen begannen innerhalb des nationalen Gesundheitssystems mit der Therapie.
  • In den Bezirken Changara und Marara kooperierten die Teams weiterhin mit dem Gesundheitsministerium, um den Zugang zu innovativen Behandlungsmodellen für HIV und Tuberkulose auszuweiten. Diese Modelle setzen auf die aktive Teilnahme der Gemeinden.
  • Ärzte ohne Grenzen entwickelte auch HIV-Versorgungsmodelle weiter, besonders für Kerngruppen aus der Sexarbeit oder für Männer, die Sex mit Männern haben. 180 Standorte an der Handelsroute zwischen dem Hafen von Beira und dem Bergbaugebiet in der Provinz Tete nahmen teil. Die Teams waren in Kontakt mit mehr als 4.000 Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen. 33 bis 50 Prozent von ihnen werden noch immer aktiv begleitet.
  • In den Bezirken Morrumbala und Mossurize startete Ärzte ohne Grenzen zwei neue Projekte für Menschen, die durch einen Konflikt im Zentrum des Landes vertrieben wurden. In beiden ländlichen Gebieten soll die Geburtshilfe und der Zugang zur Gesundheitsversorgung für die Gemeinden verbessert werden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1984 Hilfe in Mosambik an.

Quelle: International Activity Report 2016

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Mosambik wurde im Jahr 2016 mit insgesamt 800.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

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