Unsere Hilfe in Mosambik

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2017 setzte Ärzte ohne Grenzen die fachmedizinische Hilfe in Mosambik fort. Das schwache Gesundheitssystem kämpfte gegen eine HIV- und Tuberkulose-Epidemie

Die Hilfe in Mosambik im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in Mosambik auf die Versorgung von Patienten und Patientinnen, die in der Hauptstadt Maputo antiretrovirale Medikamente der zweiten oder dritten Therapielinie benötigten oder an Koinfektionen wie dem Kaposi-Sarkom, resistenter Tuberkulose oder Hepatitis erkrankt waren. Mosambik weist eine der höchsten HIV-Raten weltweit auf. Rund 13 Prozent der 15 bis 49-Jährigen sind HIV-positiv und etwa 34.000 Personen, die mit HIV oder Tuberkulose koinfiziert sind, sterben jedes Jahr.

  • In Tete arbeitete Ärzte ohne Grenzen mit Behandlungsgruppen auf Gemeindeebene, deren Mitglieder sich regelmäßig treffen, um Arzneimittel abzuholen und sich gegenseitig zu unterstützen. Darüber hinaus wurde ein mobiles Team entsandt, um 13 Kliniken zu beraten.

  • In Tete und Beira fokussierten die Teams ihre Arbeit auf die sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung, einschließlich HIV-Tests und Behandlung von bedürftigen und stigmatisierten Gruppen wie Sexarbeitende und Männer, die Sex mit Männern haben. Diese Hilfe in Mosambikist Teil des „transnationalen Korridorprojektes“ entlang der Handelsstraße zwischen Malawi und Mosambik. Im letzten Quartal 2017 wurden 1.270 Sexarbeitende und 218 Männer, die Sex mit Männern haben, begleitet. Zudem wurden im Bezirk Morrumbula, Provinz Zambezia, die Angebote für die sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung sowie für die Geburtshilfe verstärkt.

  • Mobile Teams hielten 2017 in der Provinz Manica, in der politische Spannungen den Zugang zu medizinischer Versorgung einschränkten, mehr als 14.000 Konsultationen ab. Das Hauptaugenmerk lag auf Malaria, Durchfallerkrankungen, Atemwegs- und Hautinfektionen sowie Konsultationen im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung. 

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die HIV-Hilfe in Mosambik darauf in Maputo und Beira die Diagnose, Behandlung und Kontinuität der Versorgung zu verbessern. In einem Pilotprojekt entwickelten die Teams ein Versorgungsmodell für Drogenabhängige, indem sie umfangreiche risikobegrenzende Maßnahmen einführten. Etwa ein Drittel der fast 150 Patienten und Patientinnen ist HIV-positiv und 20 Prozent wurden positiv auf Hepatitis C getestet. Zehn von 27 Personen mit Hepatitis C konnten geheilt ihre Therapie beenden. Sie waren die ersten landesweit, da es zuvor keine Behandlung für sie gab.

  • Ärzte ohne Grenzen reagierte im Jahr 2017 auf eine Cholera-Epidemie und eröffnete Behandlungszentren in den Provinzen Nampula, Maputo und Tete. Im Rahmen dieser Hilfe in Mosambik unterstützten die Teams zudem eine durch die Behörden durchgeführte Impfkampagne, die 297.598 Personen in Tete erreichte. 

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1984 Hilfe in Mosambik an.

Quelle: International Activity Report 2017

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Mosambik wurde im Jahr 2017 mit insgesamt 500.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

 

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