Unsere Hilfe in der Russischen Föderation

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2017 reduzierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in der Russischen Föderation. Die Projekte konzentrierten sich auf die Behandlung von Tuberkulose (TB), psychologische Hilfe und Herzerkrankungen. 

Die Hilfe in der Russischen Föderation im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in der Russischen Föderation umfasste seit 2004 eine enge Kooperation mit dem tschetschenischen Gesundheitsministerium, um ein TB-Behandlungsprogramm aufzubauen. Im Verlauf des Jahres 2017 übergab das Team von Ärzte ohne Grenzen nach und nach die TB-Aktivitäten an die Behörden. Ende August wurde der letzte Patient aufgenommen. Seit Juni 2014 waren insgesamt 156 Patienten und Patientinnen behandelt worden. Zum Jahresende 2017 waren noch 60 Personen mit einer extensiv resistenten Tuberkuloseform in Behandlung. Die Behörden verpflichteten sich deren Therapie fortzusetzen. 2017 begann Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in der Russischen Föderation die Behandlung von 27 TB-Patienten und Patientinnen, die gleichzeitig an Diabetes erkrankt waren. Die Teams kontrollierten regelmäßig ihren Blutzucker und halfen ihnen, mit beiden Krankheiten umzugehen.

  • Im Verlauf des Jahres 2017 nahmen 868 Personen an psychologischen Einzelgesprächen teil. Zudem fanden 44 psychologische Gruppensitzungen für Gewaltopfer statt. Dieses Projekt wurde im März 2017 beendet.

  • Zur Hilfe in der Russischen Föderation gehörte sieben Jahre lang auch das kardiologische Projekt im Notaufnahmekrankenhaus in der Hauptstadt Grosny. Es wurde im Dezember 2017 beendet. Im letzten Jahr der Unterstützung konzentrierte sich Ärzte ohne Grenzen darauf, dass das kardiologische Team technisch autonom arbeiten konnte. Die Teams stellten weiterhin Medikamente und Material zur Verfügung, verbesserten die Qualität der Behandlung für akute Herzleiden und schulten Ärzte und Ärztinnen sowie Pflegekräfte. Die kardiologische Wiederbelebungsstation nahm 2017 insgesamt 1.568 akute Patienten und Patientinnen auf. 504 von ihnen profitierten von einer Angiografie, einem bildgebenden Verfahren, um das Innere der Koronararterien zu untersuchen. Für 315 Personen war im Rahmen dieser Hilfe in der Russischen Föderation eine Angioplastie hilfreich, ein Verfahren, um verengte oder verstopfte Koronararterien zu weiten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in der Russischen Föderation an.

Quelle: International Activity Report 2017

 

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