Unsere Hilfe in Venezuela

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2017 leistete Ärzte ohne Grenzen erneut medizinische und psychologische Hilfe in Venezuela. Die politische und wirtschaftliche Krise im Land hatte beträchtliche soziale Auswirkungen auf die Bevölkerung.

Unsere Hilfe in Venezuela im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen weitete im Jahr 2017 die Hilfe in Venezuela aus: In der Hauptstadt Caracas boten die Teams psychologische Hilfe für die Opfer städtischer und sexueller Gewalt an. Dabei arbeiteten sie mit anderen lokalen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen zusammen. Das Projekt, das Mitte 2016 in zwei der gefährlichsten Stadtviertel, Petare und la Vega, eröffnet worden war, wurde auf das wichtigste öffentliche Krankenhaus der Stadt ausgedehnt. Hierher werden auch Patienten und Patientinnen aus der umliegenden Region überwiesen. Ärzte ohne Grenzen setzte sich dafür ein, dass sexuelle Gewalt als ein medizinischer Notfall betrachtet und umfassend behandelt wird, um die Überlebenden vor weiterem Leid zu schützen. Dieser Ansatz kombiniert medizinische und psychologische Hilfe mit sozialer Unterstützung.
     
  • Im Rahmen der Hilfe in Venezuela begann Ärzte ohne Grenzen ein neues Projekt in Maracaibo, der zweigrößten Stadt des Landes. Die Teams boten hier medizinische und psychologische Hilfe für junge Leute und Überlebende sexueller Gewalt in vier öffentlichen Einrichtungen an. Zum Angebot gehörten vor- und nachgeburtliche Untersuchungen, Verhütung, Geburtsnothilfe und psychologische Unterstützung für Einzelpersonen und Gruppen. Gesundheitsaufklärer von Ärzte ohne Grenzen besuchten zudem Schulen, Sportstätten und Jugendclubs, um mit den jungen Leuten über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit zu sprechen.
     
  • In Sifontes, einem Bergbaugebiet nahe der brasilianischen Grenze, kooperierte Ärzte ohne Grenzen mit dem nationalen Malaria-Programm, um Tests und Behandlungen durchzuführen. Diese Hilfe in Venezuela verfolgte auch präventive Ziele.
     
  • Während der Demonstrationen, die im ersten Halbjahr 2017 in Venezuela stattfanden, kam es zu mehr als 100 Todesfällen und tausenden Verletzten. Ärzte ohne Grenzen unterstützte Krankenhäuser in fünf Städten mit Medikamenten sowie mit psychologischer und technischer Hilfe. Dazu gehörten auch Schulungen, wie bei einem Massenandrang von Verletzten vorzugehen ist. Ärzte ohne Grenzen wird die Hilfe in Venezuela 2018 fortsetzen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals im Jahr 2016 diese Hilfe in Venezuela an.

Quelle: International Activity Report 2017

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