Jemen

Jemen: Ärzte ohne Grenzen fordert Aufhebung der Blockade

„Seit zwölf Tagen wird Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) von dem von Saudi-Arabien geführten Bündnis verweigert, von Dschibuti nach Sanaa zu fliegen. Ärzte ohne Grenzen wird dadurch maßgeblich davon abgehalten, die Bevölkerung, die davon dringend abhängig ist, mit lebensnotwendiger medizinischer und humanitärer Hilfe zu versorgen.

Am 15. November wurde der regelmäßige wöchentlich durchgeführte Flug von Ärzte ohne Grenzen von Dschibuti nach Aden genehmigt und unser Flugzeug konnte hin- und zurück fliegen. Die Erlaubnis war ein willkommener Schritt und hilft uns zumindest unsere Projekte in Aden, Tais und anderen Regionen in der Nähe weiterzuführen. Der Flughafen in Aden ist allerdings unzureichend, um zeitnah und effizient landesweit die dringend benötigte medizinische und humanitäre Hilfe zu leisten. Die Sicherheitssituation in Aden ist prekär und geographisch ist der Flughafen zu weit entfernt von manchen der auf Hilfe am meisten angewiesenen Regionen.

Die Auswirkung der anhaltenden Blockade anderer Flughäfen und Häfen verstärkt den Druck auf die Bevölkerung täglich, zu einer Zeit, in der die Mehrheit der Menschen im Jemen bereits massiv unter den steigenden Preisen für Nahrung, Wasser und Treibstoff leiden und sie kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung haben.

Ärzte ohne Grenzen wiederholt die Aufforderung, eine Erlaubnis für Flüge nach Sanaa und andere Regionen im Norden, die am stärksten von der Blockade betroffen sind, zu erhalten. Der Zugang für humanitäre Hilfsflüge nach Sanaa ist essenziell für Ärzte ohne Grenzen und andere Organisationen, um die Bevölkerung medizinisch und humanitär zu unterstützen.“

Justin Armstrong, Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen im Jemen

Teilen

Vervielfältigen