Syrien

Syrien: Ärzte ohne Grenzen versorgt Vertriebene nach Evakuierung von Aleppo

Ein mobiles Team von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) leistet seit dem 2. Januar medizinische Hilfe für Binnenflüchtlinge aus Aleppo in zwei Dörfern in der Provinz Idlib. Zudem haben die Teams mehr als 1.600 Hilfsgüter-Kits an Vertriebene sowie Medikamente und medizinisches Material an Krankenhäuser verteilt.

Nach der Evakuierung von mehr als 30.000 Menschen aus Aleppo im Dezember hatte ein Team von Ärzte ohne Grenzen die Versorgung der Vertriebenen in neun Städten und Dörfern in der Provinz Idlib erkundet. In sieben Orten leisteten andere Organisationen bereits ausreichende medizinische Hilfe, nur in zwei Dörfern bestand Bedarf. Seit dem 2. Januar behandelt ein mobiles ärztliches Team mit zwei Krankenwagen dort Kranke. Die häufigsten Erkrankungen sind Atemwegsinfektionen, Gastritis und Gliederschmerzen.

Seit Mitte Dezember über 1.600 Hilfsgüter verteilt

Seit dem 15. Dezember haben die Teams in Idlib außerdem mehr als 1.600 Hilfsgüter-Kits an Vertriebene und ihre Familien verteilt. Die Hilfe beinhaltet unter anderem Hygieneartikel, Kochutensilien, Matratzen und Decken. Außerdem hat die Organisation Medikamente und medizinisches Material an mehrere Krankenhäuser geliefert, sowie Material für Bluttransfusionen, einen Generator und ein Zelt für eine mobile Klinik an eine Geburtsstation.

Eine wichtige Maßnahme ist die Impfung der Menschen, weil es sechs Monate lang keine Möglichkeit dazu gab. Ärzte ohne Grenzen führt dazu derzeit eine Bestandsaufnahme durch.

Insgesamt unterstützt Ärzte ohne Grenzen in den Provinzen Aleppo, Idlib und Hama aktuell 23 Gesundheitseinrichtungen (Gesundheitszentren, Krankenhäuser und Geburtsstationen) mit Lieferungen von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung sowie Bargeld für Kraftstoff. In einem der großen Krankenhäuser behandelt ein Team der Organisation Patienten mit Verbrennungen. Die Mitarbeiter in der dortigen Notaufnahme nehmen pro Woche durchschnittlich 150 Patienten auf, von denen 60 Prozent aufgrund von Verbrennungen kommen.

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