12.11.2025
Die Flucht über das Mittelmeer ist lebensgefährlich. Mit unserem Seenotrettungs-Schiff Oyvon starten wir unseren Einsatz, um Menschen aus Seenot zu retten und in Sicherheit zu bringen.

Themengebiet:

Dafür zu sorgen, dass niemand auf See stirbt, ist eine staatliche Aufgabe. Da sich die EU-Staaten jedoch aus der Verantwortung für proaktive Such- und Rettungsaktionen im zentralen Mittelmeer zurückgezogen haben, füllen derzeit NGOs diese entscheidende Lücke. Wir sind seit 2015 mit verschiedenen Schiffen in der Region aktiv. Seit November 2025 sind wir mit unserem Rettungsschiff Oyvon im Einsatz.

Wir sind zurückgekehrt, um unsere Pflicht zur Rettung von Menschen zu erfüllen, die sich in Seenot befinden und gezwungen sind, seeuntüchtige Boote zu nehmen.

Juan Matias Gil, Einsatzleiter für Seenotrettung

Nachdem wir Ende 2024 die Aktivitäten des Vorgängerschiffs Geo Barents einstellen mussten, setzen wir jetzt ein kleineres, schnelleres Schiff ein. Wir haben die Oyvon, ein ehemaliges Ambulanzschiff aus Norwegen, für Einsätze auf einer der tödlichsten Migrationsrouten der Welt umgerüstet.  

Fragen zu unserem Einsatz im Mittelmeer

Wir engagieren uns aktiv in der Seenotrettung im Mittelmeer. Wir retten Menschenleben, die auf seeuntauglichen Booten ums Leben zu kommen drohen. Diese humanitären Einsätze sind entscheidend, da staatliche Seenotrettung oft nicht ausreicht.

Rescue 3 boat capsized - Rotation 54
Simone Boccaccio

Bericht: Systematische Behinderung von Seenotrettung

Die systematische Behinderung ziviler Such- und Rettungseinsätze auf dem zentralen Mittelmeer hat dramatische Folgen für Menschen auf der Flucht: Vor allem Überlebende, die vor Gewalt in Libyen fliehen, verlieren so ihre letzte Hoffnung auf Rettung. Der Bericht Deadly Manoeuvres stützt sich auf Einsatzdaten unseres Rettungsschiffs Geo Barents sowie auf Aussagen von Menschen, die aus Seenot gerettet und medizinisch versorgt wurden.

Karte der Rettungszonen im zentralen Mittelmeer von Italien, Malta und Libyen.
MSF
Die staatlichen Rettungszonen im zentralen Mittelmeer von Italien, Malta und Libyen.

Organisationen, die sich der Mittelmeer-Seenotrettung widmen, stehen jedoch häufig vor rechtlichen Herausforderungen. Trotz dieser Hindernisse setzt sich Ärzte ohne Grenzen weiterhin für die Geretteten ein. Wir fordern die Europäische Union auf, eine proaktive und humane Lösung für die Seenotrettung zu finden.

Fragen zu Flucht und Fluchtrouten

Fragen zu unserem Rettungsschiff Oyvon


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