Indien

Gewaltausbrüche in Kaschmir: Hilfe von Ärzte ohne Grenzen

Kaschmir: Ärzte ohne Grenzen setzt einen Monat nach Gewaltausbrüchen psychologische Notfallbetreuung fort und spendet medizinische Fixateure zur Behandlung von Brüchen

Seit vor einem Monat eine neue Welle von Unruhen in Kaschmir ausbrach, schränkte Ärzte ohne Grenzen die regulären psychologischen Projektaktivitäten ein und unterstützt medizinische Einrichtungen, die sich um die vielen Verletzten kümmern. Als unmittelbare Folge der Gewaltausbrüche nahmen unsere Teams den regelmäßigen Kontakt zu verschiedenen Krankenhäusern, medizinischen Instituten und Einrichtungen* wieder auf und klärte deren  Bedarf an medizinischer Notfallhilfe.

Trotz Ausgangs- und Straßensperren haben es unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geschafft, an der chirurgischen Klinik in Srinagar sowie an den Krankenhäusern SKIMS Soura und SHMH psychologische Erste Hilfe für Verletzte zu leisten. Diese Unterstützung war von diesen Einrichtungen angefragt worden. Zudem haben unsere Teams mehr als zwei Tonnen medizinisches Material an andere medizinische Einrichtungen gespendet, darunter auch externe Fixateure.

Ärzte ohne Grenzen wird mit den lokalen medizinischen Einrichtungen im Gespräch bleiben und die Gesundheitssituation weiter beobachten. Wir sind darauf vorbereitet, im Bedarfsfall weitere medizinische Nothilfe bereitzustellen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1999 in Indien. Die Organisation stellt kostenlose medizinische Hilfe für Menschen in abgelegenen Gebieten zur Verfügung und versorgt Patienten und Patientinnen mit HIV und Aids, Hepatitis C, Tuberkulose und Kala Azar. Zudem stellen wir eine Basisgesundheitsversorgung für Menschen zur Verfügung, die Opfer sexueller oder geschlechtsbezogener Gewalt wurden. Wir haben Projekte in den Bundesstaaten Andhra Pradesh, Bihar, Chhattisgarh, Delhi, Jammu und Kaschmir, Maharashtra, Manipur, Telangana und West Bengalen.

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