Pakistan: Medizinische Einrichtungen in Bajaur müssen respektiert werden

Am Samstag, den 20. April 2013 wurden bei einer Explosion am Eingang des Distrikt-Krankenhauses in Khar, im Stammesgebiet Bajaur (Bajaur Agency), mehrere Menschen getötet und einige verletzt. Die internationale medizinische humanitäre Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen verlangt daraufhin einmal mehr, medizinische Strukturen sowie Patientinnen und Patienten vor Gewalt zu schützen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet in Bajaur, das an der Grenze zu Afghanistan liegt. Die Organisation ruft dazu auf, die Sicherheit und den Schutz der Patientinnen und Patienten, der Gesundheitseinrichtungen und des medizinischen Personals zu respektieren. Alle Akteure in diesem Gebiet müssen sicherstellen, dass medizinische Aktivitäten ungehindert durchgeführt werden können und keine Angriffsziele werden.

Seit März 2013 betreiben die Teams von Ärzte ohne Grenzen eine mobile Klinik in Bajaur und stellen Basisgesundheitsversorgung in drei so genannten Basic Healthcare Units (BHUs) zur Verfügung. Jede Woche werden etwa 200 Patienten behandelt. Ärzte ohne Grenzen reagiert damit auf die medizinischen Bedürfnisse in dieser Region. Schutz und Sicherheit der Gesundheitsversorgung sind enorm wichtig, damit Ärzte ohne Grenzen die medizinischen Aktivitäten in Bajaur ausdehnen kann.

Seit 1986 arbeitet Ärzte ohne Grenzen in Pakistan mit pakistanischen Gemeinden und afghanischen Flüchtlingen, Opfern des bewaffneten Konflikts und von Naturkatastrophen, die keinen Zugang zu medizinischer Hilfe haben. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen stellen derzeit kostenlose medizinische Notfallversorgung in den Gebieten Kurram und Bajaur, sowie in den Provinzen Khyber Pakhtunkhwa, Belutschistan und Sindh zur Verfügung. Ärzte ohne Grenzen nimmt für seine Arbeit in Pakistan nur private Spenden von Privatpersonen auf der ganzen Welt an und akzeptiert keine Regierungsgelder oder Gelder von Agenturen und militärischen oder politischen Gruppierungen.

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