22.10.2025
In einem der schwersten Cholera-Ausbrüche der vergangenen zehn Jahre sind in der Demokratischen Republik Kongo bereits zwanzig der 26 Provinzen des Landes betroffen. Darunter sind auch Provinzen, in denen Cholera bisher nicht endemisch war.

Themengebiete:

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden von Jänner bis Mitte Oktober mehr als 58.000 Verdachtsfälle und mehr als 1.700 Todesfälle registriert, wobei die Sterblichkeitsrate bei mehr als drei Prozent lag. Überschwemmungen, Konflikte, Vertreibung sowie mangelhafte Wasser- und Sanitärversorgung verschärfen die Lage, insbesondere mit Beginn der Regenzeit.

Ärzte ohne Grenzen unterstützt die Gesundheitsbehörden in mehreren Provinzen, behandelt Zehntausende Patienten und impft gegen die Krankheit. Die Reaktion auf die Cholera-Epidemie stößt allerdings auf erhebliche Hindernisse, darunter unzureichende Finanzierung, eingeschränkte Präsenz humanitärer Organisationen im Land und mangelnde Koordination im Rahmen des Mechanismus für Notfallmaßnahmen.

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Cholera fordert Ärzte ohne Grenzen schnelle und koordinierte Maßnahmen, um die notwendige medizinische Versorgung sicherzustellen. Dazu gehören die Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie nachhaltige Investitionen in den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. 

Werner Reiter

Werner Reiter

Press Officer