Unsere Hilfe in Kamerun

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2016 weitete Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Kamerun aus, um im Norden des Landes in der Region des Tschadsees Menschen zu unterstützen, die vor dem anhaltenden Konflikt und der Unsicherheit geflohen waren.

Die Hilfe in Kamerun im Einzelnen (Auszug):

  • Bereits seit dem Jahr 2011 haben gewaltsame Angriffe der Gruppe Boko Haram sowie Gegenangriffe der nigerianischen Armee zur Flucht von Hunderttausenden Menschen aus dem Nordosten Nigerias geführt. Zum Jahresende 2016 lebten rund 86.000 Geflüchtete und 198.000 Vertriebene in Kamerun. Ärzte ohne Grenzen fokussierte die Hilfe auf die medizinische Versorgung sowie Geburtshilfe und Ernährungsunterstützung im Lager Minawao, das vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) koordiniert wurde. Die Teams hielten 58.147 Konsultationen ab und verbesserten die Wasser- und Sanitärversorgung.
  • In der Stadt Mora, nahe der nigerianischen Grenze, umfasste die Hilfe in Kamerun die Ernährungshilfe für Kinder unter fünf Jahren und die pädiatrische Versorgung im Krankenhaus.
  • Im Krankenhaus in Maroua renovierte Ärzte ohne Grenzen den Operationssaal und die post-chirurgische Station. Zwischen August und Dezember 2016 nahmen die Teams dort 737 chirurgische Eingriffe vor.
  • Im Rahmen der Hilfe in Kamerun war Ärzte ohne Grenzen auch in Kousseri tätig, wo die Mitarbeitenden die chirurgische Station des Bezirkskrankenhauses unterstützten.
  • Im Juni 2016 beendete Ärzte ohne Grenzen das letzte Projekt im Bezirkskrankenhaus in Batouri und übergab die Aktivitäten an das International Medical Corps. Im Rahmen dieser Hilfe in Kamerun waren seit März 2014 insgesamt 2.853 mangelernährte Kinder behandelt worden.  

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1984 Hilfe in Kamerun an.

Quelle: International Activity Report 2016

Meldungen aus Kamerun

Nigeria

Im Nordosten Nigerias lebt über eine halbe Million Menschen unter katastrophalen Bedingungen. Die beiden Frauen Maka (55) und Dayo (31) berichten aus erster Hand von der Gewalt, der Unsicherheit und dem Mangel an Nahrung und Wasser.

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