Unsere Hilfe in Kirgisistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte die Hilfe in Kirgisistan im Jahr 2016 auf die Behandlung von Patienten  und Patientinnen mit resistenter Tuberkulose. Das Gesundheitssystem im Land ist nicht ausreichend ausgestattet. Oft kommt es zu Medikamentenengpässen. Viele Menschen haben keinen Zugang zu einer kostenlosen Behandlung. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass rund 2.400 Menschen an resistenter Tuberkulose erkrankt sind.

Unsere Hilfe in Kirgisistan im Einzelnen (Auszug):

  • Im Jahr 2016 lag unser Fokus auf der ambulanten Versorgung von Menschen mit resistenter Tuberkulose in der Stadt Osch im Bezirk Kara Suu. Der ambulante Ansatz hat den Vorteil, dass die Patienten und Patientinnen weniger Zeit im Krankenhaus verbringen müssen.  Stattdessen nahmen sie monatliche Konsultationen in einer von drei Tuberkulose-Kliniken wahr, die wir unterstützen.
  • Betroffene, die unter schwer behandelbaren resistenten Tuberkuloseformen litten, wurden stationär aufgenommen. Das Krankenhaus in Kara Suu verfügt über 40 Betten. Wir unterstützen das Gesundheitsministerium in der Diagnose und Behandlung der Patienten und Patientinnen. Darüber hinaus stellten wir die Nachsorge sicher.
  • 2016 wurden insgesamt 90 Patienten und Patientinnen in unser resistentes Tuberkuloseprogramm aufgenommen.
  • Im Dezember 2016 weiteten die Teams die Hilfe in Kirgisistan aus: Sie starteten erste Aktivitäten in Aidarken, im Gebiet Batken, im äußersten Südwesten des Landes. Sie behandelten dort Krankheiten, die sich infolge des Bergbaus bzw. der Umweltverschmutzung in diesem Gebiet ergaben.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2005 Hilfe in Kirgisistan an.

Quelle: International Activity Report 2016

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan wurde im Jahr 2016 mit insgesamt 450.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

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