Unsere Hilfe in Kirgisistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte im Jahr 2017 die Hilfe in Kirgisistan auf die Behandlung von Patienten und Patientinnen mit resistenter Tuberkulose. Kirgisistan gehört zu den 30 Ländern weltweit mit den höchsten Krankheitsraten.

Unsere Hilfe in Kirgisistan im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen leistet weiterhin Hilfe in Kirgisistan, da Tuberkulose nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu den zehn Haupttodesursachen weltweit zählt. Tuberkuloseformen, deren Erreger resistent gegen die wichtigsten TB-Medikamente sind, stellen eine noch größere Bedrohung dar, da nur die Hälfte der Menschen mit multiresistenter Tuberkulose geheilt wird.

  • Wir setzten unsere Aktivitäten in Kara Suu, der größten Region landesweit, fort: Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium engagierten sich die Teams, um resistente Tuberkulose zu bekämpfen. Das Projekt hat zum Ziel, so oft wie möglich eine ambulante Therapie zu ermöglichen und somit die Anzahl der Menschen zu beschränken, die in Krankenhäusern versorgt werden müssen. Die Erkrankten erhalten eine umfassende Therapie, die auch die Behandlung der Nebenwirkungen einschließt sowie die Versorgung jeglicher Beschwerden, die in Zusammenhang mit ihrer TB-Infektion stehen. Sie erhalten zudem soziale und psychologische Hilfe.

  • Im Rahmen der Hilfe in Kirgisistan wird eine kleine Patientengruppe mit schweren Komplikationen stationär im Krankenhaus von Kara Suu versorgt. Im April 2017 startete Ärzte ohne Grenzen die Therapie mit zwei neuen Medikamenten – Bedaquilin und Delamanid – als Teil der Stop-TB-Beobachtungsstudie. Dabei geht es um die Behandlung von Patienten und Patientinnen, die auf eine extensiv resistente Tuberkuloseform diagnostiziert worden sind.

  • In Aidarken, im Verwaltungsbezirk Batken, unterstützten wir das Gesundheitsministerium bei der Behandlung von nicht ansteckenden Krankheiten und der Verbesserung der Mutter-Kind-Versorgung. Im Rahmen der Hilfe in Kirgisistan untersuchten die Teams zudem die mögliche Auswirkung von Schwermetall auf die öffentliche Gesundheit.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2005 Hilfe in Kirgisistan an.

Quelle: International Activity Report 2017

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan wurde im Jahr 2017 mit insgesamt 300.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

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