Unsere Hilfe in Liberia

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2018 die Hilfe in Liberia auf ein Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt. Die Teams boten fachmedizinische Hilfe an, wie beispielsweise Chirurgie. Zudem unterstützten sie Kliniken dabei, die psychiatrische Behandlung auf Gemeindeebene zugänglicher zu machen.

Unsere Hilfe in Liberia im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen der Hilfe in Liberia eröffnete Ärzte ohne Grenzen bereits 2015 das Bardnesville Junction-Krankenhaus in der Hauptstadt Monrovia, um fachmedizinische Hilfe für Kinder anzubieten. Zu jener Zeit war das liberianische Gesundheitssystem aufgrund des Ebola-Ausbruchs in Westafrika unter starkem Druck. Die Teams betreuten Kinder zwischen einem Monat und 15 Jahren. Das Krankenhaus nimmt einige der schwersten pädiatrischen Fälle aus einem großen städtischen Umkreis von rund einer Million Menschen auf. Im Jahr 2018 nahm Ärzte ohne Grenzen rund 100 Kinder wöchentlich auf, die an Malaria, schwerer akuter Mangelernährung, nicht-blutigem Durchfall und Atemwegsinfektionen litten. Das Krankenhaus verfügt über eine Notaufnahme, eine Intensivstation, eine pädiatrische Abteilung und ein Ernährungszentrum. Es ist zudem als Lehrkrankenhaus für liberianische Studierende der Säuglingspflege zertifiziert.
     
  • Diese Hilfe in Liberia wurde im Januar 2018 um ein chirurgisches Pädiatrie-Programm im Bardnesville Junction Hospital erweitert. Im Jahresverlauf führten die Teams 740 chirurgische Eingriffe durch. Dazu gehörten Notfalloperationen und gewöhnliche Eingriffe wie Leistenbrüche bei Kindern. Zum Jahresende baute Ärzte ohne Grenzen einen zweiten Operationssaal, um zusätzliche, eher seltene Operationen zu ermöglichen, wie beispielsweise rekonstruktive plastische Chirurgie.
     
  • Ärzte ohne Grenzen weitete im Rahmen der Hilfe in Liberia das innovative Programm für psychologische Hilfe und Epilepsie-Versorgung in Monrovia, Bezirk Montserrado, aus. Wir befolgten dabei ein Modell der Weltgesundheitsorganisation, um psychiatrische Hilfe auf Gemeindeebene anzubieten. Gemeinsam mit den Behörden boten wir Training und Supervision für Mitarbeitende sowie Medikamente für vier basismedizinische Kliniken an. Dort wurden Patientinnen und Patienten mit bipolaren Störungen, schwerer Depression, posttraumatischer Belastungsstörung, Schizophrenie und Epilepsie behandelt. Ein Team aus Gesundheitsfreiwilligen und Beratern machte Patienten und Patientinnen in den Gemeinden ausfindig und unterstützten ihre Behandlung zuhause. Im Rahmen dieser Hilfe in Liberia informierten sie zudem über seelische Erkrankungen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in Liberia an.

Quelle: International Activity Report 2018

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