Slowenien

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Tausende Menschen überquerten im Herbst 2015 an verschiedenen Punkten die Grenze von Kroatien nach Slowenien. Während manche von ihnen in überfüllten Übergangszentren unterkommen, mussten andere die Nächte unter freiem Himmel verbringen.

Seit der Grenzschließung Ungarns reisen die Menschen von Serbien und Kroatien über Slowenien weiter nach Deutschland und Nordeuropa. Doch auch wenn sich die slowenischen Behörden auf die Ankünfte gut vorbereitet hatten, war der massive Flüchtlingszustrom überwältigend: Die geplanten Kapazitäten wurden teilweise bis auf das Fünffache überschritten. Daher strandeten im Oktober laufend tausende Menschen unter erbärmlichen Bedingungen sowohl im überfüllten Aufnahmezentrum Brezice als auch auf Feldern rund um Rigonce und Dobava im Osten des Landes.

Zwischen dem 20. Oktober und Anfang November 2015 unterstützte Ärzte ohne Grenzen daher das Gesundheitsministerium im Transitzentrum in Brezice nahe der Grenze zu Kroatien. Die Teams behandelten vor allem Symptome von Erschöpfung, Unterkühlung und Atemwegsinfektionen. Ende Oktober wurden von Kroatien aus Züge organisiert, um die Menschen direkt an die slowenisch-österreichische Grenze zu bringen. Das Transitzentrum in Brezice wurde geschlossen und die medizinischen Bedürfnisse der Flüchtlinge werden nun von den Behörden vor Ort gedeckt. Wir beobachten die Situation weiter.

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