Hebammen

Insgesamt bilden Hebammen zwar nur eine vergleichsweise kleine Gruppe in unseren den Hilfsprojekten, doch ihre Bedeutung ist immens.

Derzeit besteht in unseren Projekten ein großer Bedarf an Hebammen.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jedes Jahr über 600.000 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft sterben. Hebammen, die für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz sind, kämpfen im Rahmen unserer Hilfsprojekte dagegen und gegen die hohe Sterblichkeit bei Neugeborenen an.

Der Schwerpunkt der Arbeit von Hebammen bei Hilfseinsätzen liegt weniger in der unmittelbaren Betreuung von Schwangeren oder der Durchführung von Geburten. Vielmehr sind Sie gleichzeitig für die gesamte Entbindungsstation und den Kreißsaal verantwortlich.

Sie koordinieren und leiten ein Team von einheimischen Hebammen und sind rund um die Uhr bei auftretenden Komplikationen ansprechbar. Vor allem aber bilden Sie traditionelle Geburtshelferinnen weiter und vermitteln ihnen hygienische Mindeststandards, schulen sie nach Möglichkeit auf die Früherkennung von Problemschwangerschaften und organisieren Familienplanungsprogramme. Mutter-Kind-Programme bilden häufig einen wichtigen Teil unserer medizinischen Nothilfe, vielen Frauen und Kindern kann so das Leben gerettet werden. Der Respekt gegenüber kulturellen Gegebenheiten ist gerade im Geburtshilfebereich ein Muss.

Spezielle Anforderungen:

  • Hebammendiplom
  • zwei Jahre Praxis nach Erlangung des Diploms
  • Französischkenntnisse von großem Vorteil
  • mindestens sechs bis neun Monate Zeit für einen Einsatz

Video-Interview

Caroline Koberg, Hebamme mit langjähriger Einsatzerfahrung, berichtet von der Arbeit im Bereich Geburtshilfe in Hilfsprogrammen von Ärzte ohne Grenzen:

In Kooperation mit whatchado

Weitere Videos:
Youtube: Katharina Kreindl, Hebamme

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