Unsere Hilfe in Madagaskar

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1987

Beginn der Arbeit

2

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Madagaskar

AT
MG
83.80
59.50

Lebenserwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MG
79.40
57.10

Lebenserwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MG
3.00
46.10

Säuglingssterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MG
5.20
0.10

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Madagascar Plague - MSF Response
RIJASOLO/Riva Press
Toamasina, Madagaskar, 23.10.2017: Pest-Hilfe: Unser Team konzentrierte die Hilfe im Jahr 2017 auf die Bekämpfung der Lungenpest-Epidemie.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in Madagaskar im Jahr 2017 darauf, die Behörden von Oktober bis Dezember bei der Bekämpfung einer Lungenpest-Epidemie zu unterstützen.

Die Hilfe in Madagaskar im Einzelnen (Auszug):

  • Die Pest-Hilfe in Madagaskar war insofern außergewöhnlich, als es sich um die gefährliche Lungenpest handelte, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Diese ist gefährlicher als die durch Kleinsäuger übertragene Beulenpest und von Mensch zu Mensch übertragbar.  Heutzutage kann die Krankheit aber gut mit einer Antibotika-Therapie behandelt und geheilt werden. Zwischen August und Anfang Dezember erkrankten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation 2.400 Personen an der Lungenpest, 209 Kranke starben.

  • In der Hafenstadt Tamatave (auch bekannt als Toamasina), an der Ostküste des Landes, kam es zur zweitgrößten Anzahl von Lungenpestfällen nach der Hauptstadt Antananarivo. Im Rahmen der Hilfe in Madagaskar eröffnete Ärzte ohne Grenzen im Oktober ein Behandlungszentrum. Das Team konzentrierte sich vor allem auf die Hygiene- und Infektionskontrolle in diesem Zentrum und in dessen Umgebung. Es schulte nationales Personal, klärte die Gemeinden über die Krankheit auf und verbesserte die Einteilung der Patienten und Patientinnen. Ab November war der Pestausbruch unter Kontrolle, so dass wir die Aktivitäten in Tamatave reduzieren konnten. Das Team blieb noch ein paar Wochen vor Ort, um eine Auswertung der mit der Pest verbundenen Gesundheitsrisiken in und um Antananarivo abzuschließen. Im Rahmen der Hilfe in Madagaskar verstärkte es auch die Einteilung der Betroffenen und verbesserte das Abfallsystem im einzigen auf Lungenpest spezialisierten Behandlungszentrum, dem „Centre Hospitalier Anti-Peste“, in Antananarivo.

  • In Ambalavao, Region Haute Matsiatra, eröffneten wir ebenfalls ein Pest-Behandlungszentrum, um die Maßnahmen zur Infektionsprävention und das Abfallsystem zu verbessern. Diese Hilfe in Madagaskar umfasste auch Informations- und Aufklärungsaktivitäten in den Gemeinden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe in Madagaskar an.

Quelle: International Activity Report 2017