Unsere Hilfe in Mauretanien

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1994

Beginn der Arbeit

394

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Mauretanien

AT
MR
83.80
57.20

Lebenserwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MR
79.40
55.60

Lebenserwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MR
3.00
81.40

Säuglingssterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MR
5.20
0.10

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Joffrey Monnier/MSF
Mbera, Mauretanien, 04.03.2016: Im Flüchtlingscamp Mbera wurde eine komplette Wasserversorgung aufgebaut.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte bis Dezember 2018 die medizinische Nothilfe in Mauretanien für malische Geflüchtete und Einheimische fort.

Die Hilfe in Mauretanien im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen nahm 2012 die Hilfe in Mauretanien wieder auf, als Tausende Menschen vor dem Konflikt im Norden Malis flohen und sich im Lager Mbera niederließen, das im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern liegt. 2018 lebten noch immer rund 50.000 Flüchtlinge dort. Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im Jahr 2015 blieb die Lage im Norden Malis unsicher, was viele Menschen davon abhielt, in ihre Heimat zurückzukehren.
     
  • Ärzte ohne Grenzen leistete medizinische Hilfe in Mauretanien: In Mbera boten unsere Teams Vor- und Nachsorge für Schwangere an, Familienplanung, Geburtshilfe und Säuglingsversorgung, Behandlung von chronischen und infektiösen Krankheiten sowie Ernährungshilfe. Außerdem stellten sie basismedizinische Hilfe für die einheimische Bevölkerung in den Städten Bassikounou, Fassala und Koutiala zur Verfügung. 
     
  • Ärzte ohne Grenzen nahm 2018 viele größere chirurgische Eingriffe vor, darunter auch Kaiserschnitte und orthopädische Maßnahmen. Im Rahmen dieser Hilfe in Mauretanien führten die Teams auch eine Impfkampagne durch, um Kinder unter fünf Jahren und Frauen gegen die häufigsten Kinderkrankheiten zu schützen.
     
  • Die Situation in Mbera und den benachbarten Bezirken Bassikounou und Fassala ist mittlerweile chronisch. Sie erfordert die Entwicklung eines nachhaltigen öffentlichen Gesundheitssystems. Aus diesem Grund hat Ärzte ohne Grenzen entschieden, nach sechs Jahren Nothilfe alle Aktivitäten im Dezember 2018 an die “Alliance for International Medical Action (ALIMA)“ zu übergeben. Wir werden den Bedarf in der Region weiterhin überwachen und bei Bedarf erneut Nothilfe leisten. Ärzte ohne Grenzen hat damit die Hilfe in Mauretanien beendet.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1994 Hilfe in Mauretanien an.

Quelle: International Activity Report 2018