Lisa Janin

Krankenschwester

Lisa Janin wurde in Paris geboren und zog vor zwölf Jahren nach Wien. Sie hat die Krankenschwesterschule am AKH-Wien besucht, und danach 3 Jahre auf der Orthopädie im AKH gearbeitet (Tumororthopädie mit schwerkranken Patienten). Später wechselte sie zum Krankenhaus Göttlichen Heiland auf die Angiologie.  Sie möchte für Ärzte ohne Grenzen auf Einsatz gehen, weil sie es ungerecht findet, dass manche Menschen keinen Zugriff auf medizinische Versorgung haben.

Warst Du schon für längere Zeit im Ausland oder auf einem humanitären Einsatz?

Ich arbeite seit 2019 mit MSF und habe zwei 6-monatige Einsätze gemacht, in Südsudan und in Syrien. 

Warum hast Du Dich für einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen entschieden?

Schon als Kind fand ich Msf großartig und habe bewundert, was die Menschen dort machen. Ich habe mich entschieden mit Msf zu arbeiten, weil ich es ungerecht finde das manche Menschen keinen Zugriff auf medizinische Versorgung haben. Ich wollte mich in meinem Beruf nützlicher finden. Ebenfalls gibt mir Msf die Möglichkeit, mich ständig weiter zu entwickeln und mich neue Herausforderung zu stellen.

Was schätzt Du an Ärzte ohne Grenzen am meisten?

Dass die Organisation unabhängig, neutral und unparteiisch ist.

Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du an Deinen (nächsten) Einsatz denkst?

Die Menschen, deren Kultur und Denkweise kennen zu lernen.

Gibt es etwas, das Du zu jedem Einsatz mitnimmst?

Fotos von Angehörigen/Freunden, ein Kartenspiel und eine Regenjacke.

Was begeistert dich persönlich & womit verbringst du gerne deine Freizeit?

Ich reise irrsinnig viel und bin fast ständig unterwegs. Ich gehe sehr gerne schwimmen (was in den Einsätzen mit Msf leider nicht immer möglich ist), lese gerne und trinke mit Freunden gerne mal Cocktails.

Wenn Du an Dein schönstes Erlebnis auf Einsatz zurückdenkst, welches war das?

An meine Abschiedsfeiern in Südsudan sowie in Syrien. Nach 6 Monaten freut man sich zwar nach Hause zu fliegen aber ist natürlich sehr traurig den Field zu verlassen. Man hat Beziehungen zum Staff aufgebaut und ist stolz auf das, was man als Team erreicht hat.

 

Einsätze

  • Syrien, April 2020 - Oktober 2020
  • Südsudan, Juli 2019 - Jänner 2020