Sierra Leone

Ebola: Infizierte norwegische Mitarbeiterin genesen

Oslo/Wien, 21.10.2014 – Gestern wurde Sijle Lehne Michalsen, Ärztin und Einsatzmitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen /Médecins Sans Frontières (MSF), aus dem Ullevål Universitätkrankenhaus in Oslo entlassen. Sie war gegen das hämorrhagische Fieber Ebola behandelt geworden, nachdem sie sich Anfang Oktober in Sierra Leone mit dem Virus infiziert hatte.

Michalsen hat sich vollständig erholt und ist nicht ansteckend.

„Wir sind sehr glücklich und erleichtert, dass sich unsere norwegische Kollegin erholt hat. Doch wir bleiben weiterhin wachsam und konzentrieren uns auf die Arbeit, die noch vor uns liegt, um die Ebola-Epidemie in Westafrika zu stoppen“, so Brice de le Vingne, Leiter der Hilfsprogramme von Ärzte ohne Grenzen in Brüssel. „Das Risiko kann leider nie hundertprozentig ausgeschlossen werden, und Ärzte ohne Grenzen fühlt sich weiterhin verpflichtet, diesen beispiellosen Ausbruch zu bekämpfen.“

Seit März 2014 hat Ärzte ohne Grenzen mehr als 500 internationale Hilfskräfte in die betroffenen Gebiete entsandt und beschäftigt mehr als 3.000 nationale MitarbeiterInnen vor Ort, um die Ebola-Epidemie in Westafrika aufzuhalten.

Bisher wurden 23 MitarbeiterInnen von Ärzte ohne Grenzen mit dem Ebola-Virus angesteckt, darunter zwei internationale Hilfskräfte; 13 sind trauriger Weise verstorben, sieben konnten das Virus besiegen. Jedes Mal, wenn sich ein Teammitglied von Ärzte ohne Grenzen mit dem Virus infiziert, wird eine genaue Untersuchung durchgeführt. Der Großteil der Infektionen fand außerhalb der Ebola-Behandlungszentren statt.

Mehr erfahren: Rede von Sijle Lehne Michalsen nach ihrer Genesung - "Wir müssen handeln, und wir müssen jetzt handeln."

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