Sea-Watch 4: Endlich ein sicherer Hafen für gerettete Menschen

Die Erleichterung war groß. Elf Tage nach der ersten Seenotrettung konnte die Sea-Watch 4 endlich im Hafen von Palermo in Italien anlegen. Tagelang mussten die 353 geretteten Männer, Frauen und Kinder auf dem Rettungsschiff darauf warten, in einem sicheren Hafen von Bord gehen zu können. 

Lange herrschte Unsicherheit darüber, wo die Geretteten, rund 100 von ihnen unbegleitete Minderjährige, an Land gehen könnten. Schon am Tag nach dem ersten Rettungseinsatz am 22. August suchte die Sea-Watch 4 bei den maltesischen und italienischen Behörden darum an, die geretteten Menschen an einen der nächstgelegenen sicheren Häfen bringen zu können – ohne Erfolg.

Es folgten zwei weitere Rettungseinsätze. Schließlich wurde die Sea-Watch 4 sogar von Behörden Maltas aufgefordert, dem einzig anderen Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer zu Hilfe zu kommen, um dieses zu entlasten. 152 Menschen, die von der Louise Michel aus Seenot gerettet wurden, konnten von der Sea-Watch 4 übernommen werden. Malta reagierte danach auf keine Anrufe der Sea-Watch 4.

Erst am 1. September wies Italien der Sea-Watch 4 endlich den Hafen von Palermo für die Ausschiffung der Geretteten zu, am Tag darauf konnte der Rettungseinsatz beendet werden. 

Mehr zu unserem Einsatz im Mittelmeer

Hier ein paar Eindrücke von der Seenotrettung und dem Leben an Bord, wo unser Team für die medizinische Versorgung zuständig ist:

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