Griechenland

Noch zwei Schiffe von Ärzte ohne Grenzen im Rettungseinsatz im Mittelmeer – Kooperation mit MOAS beendet

Nach der Rettung von fast 7.000 Menschen aus Seenot seit Anfang Mai beendet das Schiff „MY Phoenix“ seinen erfolgreichen Rettungseinsatz im Mittelmeer.

Die Organisation Migrant Offshore Aid Station (MOAS), der das Schiff gehört, informierte Ärzte ohne Grenzen am Mittwoch, dass sie den Einsatz des Schiffes im Mittelmeer beenden wird, um in Südostasien Menschen aus Seenot zu retten. An Bord der „MY Phoenix“ hat bislang ein Team von Ärzte ohne Grenzen medizinische Hilfe geleistet. Der Einsatz des Schiffes wurde gemeinsam mit MOAS durchgeführt und finanziert.

Ärzte ohne Grenzen bleibt weiterhin mit zwei eigenen Such- und Rettungsschiffen – der „Bourbon Argos“ und der „Dignity I“ – im Mittelmeer im Einsatz. Die Teams aller drei Schiffe haben dieses Jahr bislang mehr als 16.000 Menschen an Bord genommen und medizinisch versorgt. Sie behandelten zahlreiche Gesundheitsprobleme und Verletzungen, von Unterkühlung und beginnender Austrocknung bis hin zu Nierenversagen und Schusswunden. Die Bootsflüchtlinge, die vor der Gewalt in Eritrea, Somalia, Nigeria oder Syrien geflohen waren, berichten von schrecklichen Erlebnissen in Libyen. 

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