Somalia

Somalia: Ärzte ohne Grenzen ist zutiefst schockiert über Ermordung zweier Mitarbeiter in Mogadischu.

Mit großer Trauer bestätigt Ärzte ohne Grenzen, dass heute auf dem Gelände der Organisation in Mogadischu bei einer Schießerei zwei Mitarbeiter getötet wurden. Während einer von ihnen bereits vor Ort starb wurde der andere Kollege in ein Krankenhaus gebracht und operiert, verstarb dann aber an den Folgen seiner Verletzungen.

Die Opfer sind der Belgier Philippe Havet und der Indonesier Adrias Karel Keiluhu. Philippe Havet war 53 Jahre alt und ein erfahrener Notfall-Koordinator, der seit dem Jahr 2000 in vielen Ländern mit Ärzte ohne Grenzen gearbeitet hat, unter anderem in Angola, der Demokratischen Republik Kongo, Indonesien, im Libanon und Sierra Leone. Andrias Karel Keiluhu, genannt "Kace", ein 44-jähriger Arzt, hat seit 1998 mit der Organisation sowohl in seiner Heimat Indonesien als auch in Äthiopien, Thailand und Somalia gearbeitet.

Die genauen Umstände der Schießerei sind noch nicht geklärt. Unsere Priorität ist es nun, uns um diejenigen zu kümmern, die von dieser Tragödie am meisten betroffen sind, die Familien und Kollegen der Opfer.

Ärzte ohne Grenzen wird aus Sicherheitsgründen einige Mitarbeiter an andere Standorte verlagern, bleibt aber der humanitären Arbeit in Mogadischu und an anderen Orten in Somalia verpflichtet.

Philippe und Kace arbeiteten im Mogadischu in den Teams von Ärzte ohne Grenzen, die medizinische Nothilfe für Einwohner der Stadt und Vertriebene leisten.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 kontinuierlich in Somalia und betreibt 13 Projekte im Land. Dazu zählen medizinische Aktivitäten, als Reaktion auf die gegenwärtige humanitäre Krise, sowie Impf- und Ernährungsprogramme. Die Organisation versorgt zudem somalische Flüchtlinge in den Lagern in Dadaab in Kenia sowie in Dolo Ado in Äthiopien.

Wir sind zutiefst schockiert über dieses tragische Ereignis und werden Philippe und Kace sehr vermissen. Unser von ganzem Herzen kommendes Mitgefühl gilt ihren Familien und Freunden, denen wir unser Beileid aussprechen.

29. Dezember 2011

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 kontinuierlich in Somalia und betreibt 13 Projekte im Land. Dazu zählen medizinische Aktivitäten, als Reaktion auf die gegenwärtige humanitäre Krise, sowie Impf- und Ernährungsprogramme. Die Organisation versorgt zudem somalische Flüchtlinge in den Lagern in Dadaab in Kenia sowie in Dolo Ado in Äthiopien.

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