Unsere Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Seit 2011 leben in Jordanien Flüchtlinge aus Syrien: Dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zufolge sind 650.000 von ihnen offiziell registriert. Ihr Zugang zur Gesundheitsversorgung ist extrem beschränkt, da viele über keine legalen Dokumente verfügen, sie kaum Geld haben und die Grenzübergänge immer wieder geschlossen werden.

Unsere Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Im März 2016 eröffneten wir eine Klinik in der Stadt Ramtha, um sowohl syrische Flüchtlinge als auch bedürftige Einheimische mit chronischen Krankheiten kostenlos zu behandeln. Die Klinik bot medizinische Hilfe, Hausbesuche und psychologische Unterstützung für 1.500 Patienten und Patientinnen an. Insgesamt fanden 9.022 Konsultationen statt.
  • Im April wurde das Projekt zur Behandlung chronischer Krankheiten in der Provinz Irbid um psychologische Hilfe erweitert. 3.643 Betroffene wurden aufgrund ihrer chronischen Krankheiten behandelt.
  • Seit September erhielten Flüchtlinge aus Syrien und bedürftige Jordanier basismedizinische Hilfe in Turra, Sahel Houran und Al-Ramtha. Bis zum Jahresende hielten die Teams 3.083 Konsultationen ab.
  • Mehr als 75.000 Syrer kamen 2016 an der nordöstlichen Grenzen Jordaniens an, bekannt als Wüstengebiet Berm. Wir betreuten mobile Kliniken in Rukban und konzentrierten uns  besonders auf Schwangere und Kinder unter fünf Jahren. Seit der Schließung der Grenze auf Grund eines Angriffs in der Nähe des Berm am 21. Juni 2016, versuchten wir erneut Zugang zu erhalten.
  • In der Provinz Irbid waren wir der größte Gesundheitsanbieter für syrische Flüchtlinge. Sie halfen bei 3.663 Geburten, nahmen 658 Neugeborene stationär auf und hielten 14.848 Schwangerenberatungen ab.
  • Die Entscheidung der jordanischen Regierung, im Juni 2016 die Grenze nahe Ramtha zu schließen, wirkte sich sehr nachteilig auf die medizinische Evakuierung von Kriegsverletzten aus. Gemeinsam mit den Behörden bemühten wir uns, die beschränkte Anzahl von Kriegsverletzten, die als Notfälle eingeliefert wurden, chirurgisch und postoperativ zu versorgen. Im Jahr 2016 behandelten die Teams 369 Kriegsverletzte und hielten 1.239 psychologische Einzelgespräche ab. Da die Grenze geschlossen wurde, kamen auch weniger Patienten in die 46-Betten-Klinik im Zaatari-Flüchtlingslager. Im Dezember musste Ärzte ohne Grenzen die Einrichtung schließen.
  • Das rekonstruktive chirurgische Krankenhaus in Amman bot Flüchtlingen aus benachbarten Ländern fachmedizinische Hilfe im Bereich Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, Orthopädie und plastische Chirurgie sowie physiotherapeutische und psychologische Unterstützung an.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2006 Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge an.

Quelle: International Activity Report 2016

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Jordanien wurde im Jahr 2016 mit insgesamt 500.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Lesen Sie in unserem Blog Berichte österreichischer Einsatzkräfte über ihre Arbeit in Jordanien:

ZUM EINSATZBLOG

Meldungen aus Jordanien

Jordanien

Einen Tag vor Beginn der Geberkonferenz für Syrien fordert die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen von der internationalen Gemeinschaft mehr Geld für die Gesundheitsversorgung von syrischen Flüchtlingen in den Nachbarstaaten.

weiterlesen
Jordanien

In Amman, Jordanien, betreiben wir eine Spezialklinik, die rekonstruktive Chirurgie anbietet. Hier erhalten Menschen mit Verletzungen durch Sprengkörper oder Granatsplitter, Schusswunden und schwere Verbrennungen Hilfe.

weiterlesen
Jordanien

In der Geburtsklinik von Ärzte ohne Grenzen in der jordanischen Provinz Irbid - 15 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt - sind in vier Jahren 10.000 Babys zur Welt gekommen. Die meisten haben syrische Eltern.

weiterlesen

Seiten

Vervielfältigen