Unsere Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Seit 2011 leben in Jordanien Flüchtlinge aus Syrien: Ärzte ohne Grenzen betreute auch im Jahr 2017 Gesundheitsprogramme, um syrische Flüchtlinge und bedürftige Jordanier medizinisch zu versorgen.

Unsere Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen betreute auch im Jahr 2017 mehrere Projekte in Jordanien: Flüchtlinge aus Syrien waren auf humanitäre Hilfe angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Fast 650.000 Syrer sind in Jordanien als Flüchtlinge registriert. Sie verstärken den Druck auf das nationale Gesundheitssystem. Seit 2017 arbeiten wir in drei Kliniken in der Provinz Irbid. Chronische Krankheiten gehören zu den wichtigsten Todesursachen in der Region. Die Teams behandelten fast 5.000 Patienten und Patientinnen, die u. a. an Diabetes und Bluthochdruck erkrankt waren, machten Hausbesuche und boten psychosoziale Unterstützung an. In den beiden Kliniken hielten die Teams im Jahr 2017 rund 37.000 Konsultationen ab. Darüber hinaus betreuten sie umfangreiche Aktivitäten im Gesundheitszentrum in Turra, im Bezirk Sahel Houran, und in Al-Ramtha. Sie unterstützten damit sowohl syrische Flüchtlinge als auch die lokale Bevölkerung und führten dort 12.554 Konsultationen ab.

  • Ärzte ohne Grenzen war 2017 der wichtigste Akteur für reproduktive Gesundheitsversorgung in der Provinz Irbid. Von diesem Projekt profitierten in Jordanien Flüchtlinge aus Syrien: Die Teams eröffnete eine Geburtshilfestation mit 22 Betten und eine Intensivstation für Neugeborene. Sie halfen bei 4.120 Geburten, versorgten 664 Säuglinge stationär und hielten rund 16.000 Schwangerenberatungen ab. Darüber hinaus boten sie psychologische Hilfe für syrische Kinder und ihre Eltern in Mafraq an.

  • Zudem operierten wir im rekonstruktiven chirurgischen Krankenhaus in Amman Flüchtlinge aus benachbarten Ländern, die schwer kriegsverletzt oder indirekt Opfer von Gewalt geworden waren. Die Betroffenen erhielten dort umfassende fachmedizinische Hilfe im Bereich Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie sowie Orthopädie und plastische Chirurgie. Außerdem boten die Teams physiotherapeutische und psychologische Unterstützung an. Im Jahr 2017 führten sie 1.150 chirurgische Eingriffe aus.

  • Seit 2013 betreute Ärzte ohne Grenzen das notchirurgische Projekt in Al-Ramtha im nördlichen Jordanien: Flüchtlinge aus Feldlazaretten aus dem Süden Syriens, die kriegsverletzt waren oder postoperativ versorgt werden mussten, wurden nach Al-Ramtha überwiesen. Das Projekt wurde daher Ende Januar 2018 beendet. Im Verlauf des Jahres 2017 behandelten die Teams 295 schwer verletzte Personen und führten mehr als 600 große chirurgische Eingriffe aus.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2006 Hilfe in Jordanien für Flüchtlinge an.

Quelle: International Activity Report 2017

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