Unsere Hilfe in Libyen

Unsere Aktivitäten im Überblick:

In Libyen werden Flüchtlinge und Migranten in Internierungslagern gegen ihren Willen eingesperrt - unter menschenunwürdigen Bedingungen. Sie leben auf engstem Raum in überfüllten Unterkünften, ohne ausreichend Nahrung und sauberes Trinkwasser. Die Hygieneverhältnisse sind unzumutbar. Dies führt zu Atemwegsinfektionen, Muskel-Skelett-Schmerzen, Hautprobleme wie Krätze oder Durchfallerkrankungen. Unsere Teams sind vor Ort und leisten medizinische Hilfe.

In einem offenen Brief an Bundeskanzler Kurz forderten wir im vergangenen Jahr ein Ende der willkürlichen Verhaftungen von Menschen in Libyen. Wir kritisierten die Migrationspolitik der europäischen Regierungen, die zur Abschottung der libyschen Küste führt und somit die Migranten, Asylsuchenden und Geflüchteten in einem Land festhält, in dem sie extremer und weit verbreiteter Gewalt sowie Ausbeutung ausgesetzt sind.

In diesem Jahr spitze sich die Lage dramatisch zu. Die Kampfhandlungen in der Hauptstadt Tripolis werden immer heftiger. Im Lager Kasr Bin Gaschir sind bereits gefangene Flüchtlinge beschossen und verletzt worden. Der aktuelle Konflikt zeigt einmal mehr, dass Libyen eindeutig kein Ort der Sicherheit ist, und der Schutz von Flüchtlingen und Migranten hier nicht gewährleistet werden kann. Wir fordern daher die sofortige Evakuierung von rund 3.000 gefährdeten Menschen.

Ärzte ohne Grenzen leistete erstmals 2011 Hilfe für Flüchtlinge in Libyen. Weitere Informationen zu unseren Aktivitäten finden Sie in unseren International Activity Report 2017

Meldungen aus Libyen

Libyen

Gefangene Flüchtlinge sind in einem Internierungslager in der libyschen Hauptstadt Tripolis beschossen und verletzt worden. Das geht aus Belegen hervor, die unsere Teams in Libyen aus dem Lager Kasr Bin Gaschir erhalten haben, in dem sich auch Kleinkinder und Schwangere befanden.

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