Unsere Hilfe in Pakistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen verbesserte 2017 mit der medizinischen Hilfe in Pakistan den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Frauen und Kinder. 

Die Hilfe in Pakistan im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in Pakistan konzentrierte sich auf Frauen und Kinder, da viele Frauen an vermeidbaren Komplikationen während der Schwangerschaft oder Entbindung sterben. Auch für Säuglinge gibt es landesweit oft keine Versorgung.
     
  • Im September und November 2017 informierten die Behörden Ärzte ohne Grenzen ohne weitere Erklärung, dass die Arbeitserlaubnis in den Stammesgebieten unter Bundesverwaltung (FATA) nicht verlängert wird. Zu dem Zeitpunkt hatte Ärzte ohne Grenzen 14 Jahre lang in Kurram medizinische Hilfe geleistet. In Sadda waren die Teams für die ambulante und stationäre pädiatrische Versorgung verantwortlich. Sie betreuten auch die Neugeborenen-Station und behandelten Patienten und Patientinnen gegen die parasitäre Erkrankung kutane Leishmaniose. In Alizai unterstützte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Pakistan die ambulante Pädiatrie. Bis zur Beendigung der Projekte hielten die Teams 26.567 Konsultationen in Sadda und Alizai ab. Im Stammesgebiet Bajaur hatten die Teams seit 2013 die ambulante Versorgung, die Notaufnahme und die Mutter-Kind-Station im Tehsil-Krankenhaus in Nawagai unterstützt. Allein von Januar bis November 2017 behandelten die Teams dort 17.194 Patienten und Patientinnen und halfen bei 1.311 Geburten.
     
  • Nahe der afghanischen Grenze arbeiteten die Teams im Bezirkskrankenhaus in Chaman und unterstützten dort die Geburtshilfe, die Neugeborenenstation und die Pädiatrie. Zudem waren sie in der Notaufnahme tätig und boten ambulante und stationäre Ernährungshilfe für mangelernährte Kinder unter fünf Jahren an.
     
  • Im Rahmen der Hilfe in Pakistan unterstützte Ärzte ohne Grenzen auch die östlichen Bezirke Jaffarabad und Naseerabad. Die Teams betreuten ein stationäres Ernährungsprogramm für schwer mangelernährte Kinder, die Pädiatrie, die Neugeborenenstation und die Geburtshilfe im Bezirkskrankenhaus in Dera Murad Jamali. Zudem ermöglichten sie mit mobilen Kliniken ein ambulantes Ernährungsprojekt und starteten in Manjo Shuri ein neues Programm für mangelernährte Kinder.
     
  • 2017 nahm Ärzte ohne Grenzen 453 Neugeborene auf und behandelte 600 schwer mangelernährte Kinder im 60-Betten-Kinderkrankenhaus in Quetta. Nach sechsjähriger Tätigkeit beendete Ärzte ohne Grenzen dieses Projekt im Oktober 2017. In Kuchlak, 20 Kilometer nördlich von Quetta, unterstützten die Teams im Rahmen der Hilfe in Pakistan ein Gesundheitszentrum. Sie hielten ambulante Konsultationen ab, halfen bei Geburten und leisteten psychologische Hilfe. Schwangere mit Geburtskomplikationen wurden nach Quetta überwiesen. In Kuchlak, Quetta und Mari Abad behandelten die Teams zudem 2.823 Menschen gegen die Infektionskrankheit kutane Leishmaniose.
     
  • Die Hilfe in Pakistan umfasste 2017 auch die Unterstützung der Geburtshilfestation im Frauenkrankenhaus in Peschawar. Die Teams halfen bei 3.687 Geburten.
     
  • In Timurgara, rund 200 Kilometer nördlich von Peschawar, arbeitete Ärzte ohne Grenzen in der Notaufnahme des Bezirkskrankenhauses und leistete zudem eine umfassende Geburtsnothilfeversorgung. Die Teams halfen bei 10.607 Geburten und behandelten 163.835 Patienten und Patientinnen in der Notaufnahme.
     
  • Im Armenviertel von Karachi betreute Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit der Organisation „SINA Health Education & Welfare Trust“ eine Klinik. Im Rahmen dieser Hilfe in Pakistan diagnostizierten und behandelten die Teams Hepatitis C, die im Land weit verbreitet ist. Im Jahr 2017 begannen 773 Patienten und Patientinnen mit dieser Diagnose ihre Therapie, 692 Erkrankte beendeten ihre Behandlung. Zudem halfen sie bei unkomplizierten Geburten und boten psychologische Hilfe an.
     
  • Als es im August 2017 zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber in Peschawar kam, startete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Pakistan eine Aufklärungskampagne, die mehr als 13.500 Personen erreichte.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Pakistan an.

Quelle: International Activity Report 2017

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