Unsere Hilfe in Pakistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2018 die Hilfe in Pakistan auf Frauen und Kinder. Ihre Gesundheitsversorgung ist vor allem in isolierten ländlichen Gemeinden und städtischen Armenvierteln eine Herausforderung.

Die Hilfe in Pakistan im Einzelnen (Auszug):

  • Schwerpunkt der Hilfe in Pakistan waren für Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2018 Frauen und Kinder, da viele Schwangere an vermeidbaren Komplikationen während der Schwangerschaft oder Entbindung sterben. Auch für Neugeborene gibt es landesweit oft keine Versorgung.
     
  • Nahe der afghanischen Grenze arbeiteten die Teams im Bezirkskrankenhaus in Chaman und unterstützten die Geburtshilfe, die Neugeborenenstation und die Pädiatrie. Zudem waren sie in der Notaufnahme tätig und boten ambulante und stationäre Ernährungshilfe für mangelernährte Kinder unter fünf Jahren an.
     
  • In Kuchlak, einer Stadt im Bezirk Quetta, unterstützten die Teams im Rahmen der Hilfe in Pakistan ein Gesundheitszentrum. Sie boten ambulante Konsultationen für Kinder an, Ernährungshilfe für Kinder unter fünf Jahren, Wundversorgung für Kinder sowie psychosoziale Hilfe. Schwangere mit Geburtskomplikationen wurden nach Quetta überwiesen.
     
  • Die Hilfe in Pakistan erstreckte sich auch auf ein stationäres Ernährungsprogramm für schwer mangelernährte Kinder, die Pädiatrie, Neugeborenenstation und Geburtshilfe im Bezirkskrankenhaus in Dera Murad Jamali. In den Bezirken Jaffarabad und Naseerabad versorgten wir mangelernährte Kinder mit mobilen Kliniken.
  • Etwa 75 Prozent der Patientinnen im Frauenkrankenhaus in Peschawar kommen aus den ländlichen Gebieten eines Bezirks, der früher als Stammesgebiet unter Bundesverwaltung (FATA) bekannt war. Ärzte ohne Grenzen betreute 4.900 Geburten und nahm 600 Neugeborene stationär auf.
     
  • In Timurgara, rund 200 Kilometer nördlich von Peschawar, arbeitete Ärzte ohne Grenzen in der Notaufnahme des Bezirkskrankenhauses und leistete eine umfassende Geburtsnothilfe- und Neugeborenen-Versorgung. Allein in der Notaufnahme behandelten die Teams 178.980 Patientinnen und Patienten im Jahr 2018.
     
  • Im Mai erweiterte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Pakistan mit der Eröffnung einer vierten Klinik zur Behandlung der kutanen Leishmaniose. Dabei handelt es sich um eine vernachlässigte Tropenkrankheit, die endemisch in Pakistan ist. Das neue Behandlungszentrum in Peschawar erreichte schnell seine Kapazitätsgrenze. Die Teams behandelten bis zum Jahresende 1.380 Patienten und Patientinnen. An drei weiteren Standorten im Bezirk Quetta wurden 3.770 Personen mit kutaner Leishmaniose medizinisch versorgt.
     
  • Seit 2012 betreute Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Pakistan eine Klinik in einem Slum von Karachi. Hier leben rund 150.000 Menschen unter erbärmlichen Bedingungen. Im Jahr 2018 beendeten wir die ambulante Behandlung und Geburtshilfe. Die Teams konzentrierten sich vielmehr auf die Diagnose und Behandlung von Hepatitis C, einem großen Gesundheitsproblem in Pakistan. 1.146 Patientinnen und Patienten begannen ihre Therapie, 878 von ihnen hatten zum Jahresende ihre Behandlung beendet. Diese Art der Hilfe in Pakistan soll 2019 in der Provinz Belutschistan verstärkt werden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Pakistan an.
 

Quelle: International Activity Report 2018

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