Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte im Jahr 2017 die Hilfe in Papua-Neuguinea darauf, den Zugang zur Behandlung von Tuberkulose (TB) auszuweiten und die Therapietreue zu erhöhen. 

Die Hilfe in Papua-Neuguinea im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte die TB-Hilfe in Papua-Neuguinea fort, da die Krankheit im Jahr 2016 zu einem Problem für die öffentliche Gesundheit erklärt wurde. Tuberkulose ist die vierthäufigste Todesursache bei stationären Krankenhausaufnahmen und die häufigste Todesursache bei HIV/Aids-Patienten und Patientinnen.

  • Gemeinsam mit dem nationalen TB-Programm konzentrierte sich Ärzte ohne Grenzen darauf, die Reihenuntersuchungen, die Diagnose, den Behandlungsbeginn und die Nachsorge im Gerehu-Krankenhaus in der Hauptstadt Port Moresby zu verbessern. Mobile Teams arbeiteten zudem in den Gemeinden, um die Therapietreue zu erhöhen.

  • In der Provinz Gulf weitete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Papua-Neuguinea das Tuberkulose-Programm aus, um zwei Gesundheitszentren sowie das Allgemeine Krankenhaus in Kerema zu unterstützen. Da der Zugang zu entlegenen Regionen schwierig ist und es kein effektives Nachsorgesystem gibt, beenden viele TB-Kranke ihre Behandlung nicht. Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden der Provinz arbeitete Ärzte ohne Grenzen daher an der Entwicklung eines dezentralen Behandlungsmodells, um den Zugang zu Diagnose, Behandlung und Nachsorge näher an die Wohnorte der TB-Kranken zu verlagern.

  • 2017 waren im Rahmen dieser Hilfe in Papua-Neuguinea mehr als 2.100 Patienten und Patientinnen mit herkömmlicher Tuberkulose und 53 Personen mit resistenten TB-Formen in Behandlung.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Papua-Neuguinea an.

Quelle: International Activity Report 2017

 

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