Unsere Hilfe im Jemen-Konflikt

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Aufgrund des seit fünf Jahren anhaltenden Konflikts setzten wir auch 2019 unsere Hilfe im Jemen fort. Häufige Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen verhinderten, dass die Zivilbevölkerung medizinische Hilfe in Anspruch nehmen konnte.

  • 27.100 chirurgische Eingriffe
  • 308.900 ambulante Sprechstunden
  • 75.800 stationäre Neuaufnahmen
  • 31.000 Entbindungen
  • 35.100 Cholera-Behandlungen
  • 1.150 Masern-Behandlungen

Unsere Hilfe in Jemen im Einzelnen (Auszug):

  • Unsere Hilfe im Jemen umfasste die Arbeit in zwölf Krankenhäusern und Kliniken. Die Teams unterstützten zudem mehr als 20 Gesundheitseinrichtungen in 13 Provinzen des Landes. Unsicherheit und Zugangsbeschränkungen hinderten sie daran, verlässliche Daten über den Nahrungsmittel- und humanitären Bedarf einzuholen. In den Provinzen Hadscha, Sa´ada Amran, Ibb und Tais versorgten sie 7.326 mangelernährte Kinder stationär. 
     
  • Im April nahmen wir im Rahmen unserer Hilfe im Jemen die Aktivitäten im chirurgischen Krankenhaus in Aden wieder auf. Wiederholt kam es wegen anhaltender Konflikte zur Aufnahme von sehr vielen Verletzten. Allein im August nahmen wir 800 gewaltbedingte chirurgische Eingriffe vor.
     
  • In der Stadt Tais unterstützten wir im Rahmen unserer Hilfe im Jemen das Al-Thawra Krankenhaus. Elf Mal drangen Bewaffnete in diese medizinische Einrichtung ein. Wir forderten erneut, dass Krankenhäuser geschützt sowie die Sicherheit des medizinischen Personals, der Patientinnen und Betreuern garantiert würde. Die Einrichtungen von Ärzten ohne Grenzen wurden seit Beginn des Konflikts sechs Mal bei Luftangriffen getroffen. 
     
  • Unsere Hilfe im Jemen umfasste auch die Unterstützung des Krankenhauses in Abs, Provinz Hadscha. Es ist die einzige fachmedizinische Einrichtung für 1,2 Millionen Menschen. 
     
  • In der Provinz Ibb betreuten wir die Notaufnahme, den Operationssaal und die Intensivstation eines Krankenhauses im Bezirk Dhi As-Sufal. 
     
  • In den meisten Provinzen, in denen wir tätig waren, leisteten wir medizinische Hilfe für Mütter und Kinder. Wir halfen wir bei Entbindungen in Hadscha, Ibb und Tais. Viele Mütter, Kinder und Neugeborene starben allerdings kurz nach der Ankunft im Krankenhaus. Die hohen Todesfälle waren in vielen Fällen eine direkte Folge des Konflikts. Aufgrund des hohen Bedarfs begann Ärzte ohne Grenzen in Al-Qanawes mit dem Bau einer Geburtshilfeklinik.
     
  • Unsere Hilfe im Jemen umfasste auch die Behandlung von Infektionskrankheiten wie Cholera, Masern, Diphtherie und Dengue Fieber.                       

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Jemen an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

Zum Einsatzblog

Meldungen aus Jemen

Jemen

Eine Straße, 25 Kilometer von der Front entfernt. Auf dieser Straße spielt sich das Leben ab. Auch das einzige Krankenhaus in der Gegend liegt an dieser Straße.

weiterlesen
Jemen

Wie fühlt es sich an in einem Land zu leben, in dem ein endloser Krieg herrscht, dessen Ende nicht abzusehen ist? Unsere PatientInnen und Mitarbeitenden im Mutter-Kind-Krankenhaus in Taiz Al Houban berichten:

weiterlesen

Seiten

Vervielfältigen