Aktuelle Situation in Kenia

Kenia liegt in Ostafrika, hat über 55 Millionen Einwohner:innen und erstreckt sich über eine Fläche von 580.370 Quadratkilometern.

Das Land ist mit zahlreichen Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit konfrontiert. Dazu gehören die Geflüchtetenkrise im überfüllten Lager Dadaab, Krankheitsausbrüche und schwere Überschwemmungen im Nordosten des Landes. Die Situation wird durch anhaltende Dürre und Konflikte verschärft, die weiterhin Menschen zur Flucht nach Kenia zwingen. Die Geflüchtetenlager sind überlastet, und die medizinische Versorgung ist unzureichend. Auch die städtischen Gebiete, insbesondere Mombasa und Nairobi, kämpfen mit spezifischen gesundheitlichen Bedürfnissen von ausgegrenzten Gemeinschaften.

Sichern Sie unsere Hilfe.

Wir helfen in über 70 Ländern weltweit.

Ihre Spende sichert medizinische Hilfe

So helfen wir in Kenia

334.900

Ambulante Behandlungen

7.220

Malariafälle behandelt

3.670

Fälle von sexualisierter Gewalt behandelt

Hilfe im Geflüchtetenlager Dadaab

Unsere Teams leisten umfassende medizinische Hilfe in Dadaab, einem riesigen Geflüchtetenlager in Kenia. Wir konzentrieren uns besonders auf das Dagahaley-Lager. Gleichzeitig fordern wir international verstärkte humanitäre Hilfe für die über 350.000 Geflüchtete im Lager. 

In der Region Kiambu betreuen wir Menschen, die vor schweren Gewaltausbrüchen im Lager Kakuma fliehen müssen.

Dagahaley Refugee camp, Dadaab
Chali Flani Productions for MSF
Seit über 30 Jahren leisten wir Hilfe in den Dadaab Geflüchtetenlagern in Kenia. Hier wird der Oberarmumfang eines Kindes gemessen, um den Grad der Mangelernährung festzustellen.

Unterstützung des Gesundheitssystems

In Mombasa unterstützen wir Einrichtungen, die sich um die Bedürfnisse von vulnerablen Gruppen kümmern. Dazu gehören Personen, die Sexarbeit ausüben, intravenös Drogen konsumieren, aus der LGBTQI+-Gemeinschaft kommen oder auf der Straße leben. 

In Nairobi, insbesondere im Eastlands-Viertel, betreiben wir ein Jugendzentrum: Hier bieten wir unter anderem sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung sowie psychosoziale Unterstützung. Zudem organisieren wir Freizeitaktivitäten und Bildungsprogramme für Menschen, die von Gewalt betroffen sind.

In Homa Bay betreiben wir zwei Stationen für Erwachsene, eine für Tuberkulose, eine eigene Klinik für Menschen mit Kaposi-Sarkom, sowie für chronische Krankheiten in zwei Gesundheitszentren.

Unser Projekt Kiambu zu Gesundheitslösungen für Drogenkonsument:innen konnten wir beenden und an die lokale Regierung übergeben. 

Notfallhilfe

Während Protesten im Juli 2024 haben wir medizinische Teams eingesetzt, um Verletzten zu helfen.

Nach Naturkatastrophen wie schweren Überschwemmungen helfen wir mit Notfallhilfe. 2024 wurden hunderte Menschen bei Fluten getötet, Häuser und Lebensgrundlagen wurden zerstört. Wir helfen in Nairobi, aber auch in Regionen von Homa Bay im Westen bis Gairssa im Osten des Landes. Den Betroffenen bieten wir medizinische Unterstützung, aber auch sauberes Wasser und Hilfsgüter.

Immer wieder kommt es zu Krankheitsausbrüchen. Wir reagieren auf Malariafälle, Masern und Rift Valley Fieber. In der Region Baringo helfen wir in einem Vertriebenenlager Überlebenden sexualisierter Gewalt. 

Verbesserung der HIV-Versorgung

Ganzjährig konzentrieren wir uns auf die Verbesserung der HIV-Versorgung in Kenia. In Homa Bay unterstützen wir das regionale Krankenhaus mit Personal, Behandlung und Nachsorge für Erwachsene.

Zoom in Zoom out Afghanistan Angola Albanien Vereinigte Arabische Emirate Argentinien Armenien Australien Österreich Aserbaidschan Burundi Belgien Benin Burkina Faso Bangladesch Bulgarien Bosnien und Herzegowina Weißrussland Belize Bolivien Brasilien Brunei Bhutan Botsuana Zentralafrikanische Republik Kanada Schweiz Chile China Elfenbeinküste Kamerun Dem. Rep. Kongo Kongo Kolumbien Costa Rica Kuba Tschechien Deutschland Dschibuti Dänemark Dominikanische Rep. Algerien Ecuador Ägypten Eritrea Estland Äthiopien Finnland Fidschi Gabun Großbritannien Georgien Ghana Guinea Gambia Guinea-Bissau Äquatorialguinea Griechenland Grönland Guatemala Guyana Honduras Kroatien Haiti Ungarn Indonesien Indien Irland Iran Irak Island Israel Italien Jamaica Jordanien Japan Kasachstan Kenia Kirgisistan Kambodscha Südkorea Kuwait Laos Libanon Liberia Libyen Sri Lanka Lesotho Litauen Luxemburg Lettland Marokko Moldavien Madagaskar Mexico Nordmazedonien Mali Myanmar Montenegro Mongolei Mosambik Mauritanien Malawi Malaysia Namibia Niger Nigeria Nicaragua Niederlande Norwegen Nepal Neuseeland Oman Pakistan Panama Peru Philippinen Papua-Neuguinea Polen Nordkorea Portugal Paraguay Palästina Katar Rumänien Russland Ruanda Westsahara Saudi-Arabien Sudan Südsudan Senegal Sierra Leone El Salvador Serbien Suriname Slowakei Slovenien Schweden Swasiland (Eswatini) Syrien Tschad Togo Thailand Tadschikistan Turkmenistan Osttimor Tunesien Türkei Taiwan Tansania Uganda Ukraine Uruguay USA Usbekistan Venezuela Vietnam Vanuatu Jemen Südafrika Sambia Simbabwe Somalia Französisch-Guayana Frankreich Spanien Aruba Anguilla Andorra Antigua und Barbuda Bahamas Bermuda Barbados Komoren Kap Verde Kaimaninseln Dominica Falklandinseln Färöer-Inseln Grenada Hong Kong St. Kitts und Nevis St. Lucia Liechtenstein Malediven Malta Montserrat Mauritius Neukaledonien Nauru Pitcairn Puerto Rico Französisch-Polynesien Singapur Salomonen São Tomé und Príncipe Sint Maarten Seychellen Turks- und Caicosinseln Tonga Trinidad und Tobago St. Vincent und die Grenadinen Britische Jungferninseln Amerikanische Jungferninseln Zypern Réunion Mayotte Martinique Guadeloupe Curacao Kanarische Inseln

1987

Beginn der Arbeit

24,4

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

1233

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Kenia

AT
KE
83.30
69.22

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
KE
78.66
64.40

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
KE
2.60
34.70

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
KE
5.52
0.10

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Mehr dazu

Kenia: Ärzte ohne Grenzen behandelt mehr als 70…

Kenia: Ärzte ohne Grenzen behandelt mehr als 70 Verletzte nach Angriff in Garissa
MSF
Nach dem gestrigen Angriff auf die Universität in Garissa, Kenia, unterstützen wir das dortige Krankenhaus. Wir versorgen vor Ort Überlebende mit Schusswunden und anderen Verletzungen - Details und Fotos im aktuellen Bericht.
Mehr lesen

Internationaler Frauentag 2015: Mädchen und junge…

Family Planning / Early Pregnancy
Chris Peken
Die Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen werden im Gesundheitsbereich leider oft übersehen. Dabei ist es wichtig, sich um die spezifischen Themen zu kümmern, die sie betreffen: Unser Schwerpunkt zum Internationalen Frauentag am 8. März 2015.
Mehr lesen

Sexueller Missbrauch in Kenia: Das Leben nach der…

Jeden Monat werden in der sowohl namentlich als auch farblich als „Lavendel-Klinik“ bekannten Einrichtung mehr als 200 neue Opfer sexueller Gewalt behandelt.
Jean-Christophe Nougaret/MSF
Rund 200 neue Opfer sexueller Gewalt in den Mathare-Slums in Nairobi - Ärzte ohne Grenzen bietet rund um die Uhr Hilfe an
Mehr lesen

Ärzte ohne Grenzen verurteilt erneut die Entführung…

Ärzte Ohne Grenzen Österreich Logo
MSF
Montserrat und Blanca im Oktober 2011 entführt.
Mehr lesen

Medizinische Hilfe zwischen Gewalt und Elend

Nairobi, Kenia: Menschen in Kibera protestieren für Aufmerksamkeit gegen sexuelle Gewalt im Viertel.
Charlie Dailey
Alltag und Arbeit im Elendsviertel Kibera
Mehr lesen

Flüchtlingslager Dadaab: Ärzte ohne Grenzen fordert…

Dadaab, das größte Flüchtlingslager der Welt
Lynsey Addario/MSF
Flüchtlinge müssen besser geschützt werden.
Mehr lesen

Dadaab: Eine halbe Million Menschen braucht…

Kenia 2011
Lynsey Addario/VII
Bericht beschreibt das Leid der Flüchtlinge in den Lagern.
Mehr lesen

Weltflüchtlingstag: „Die Psyche der Menschen in…

Kenia 2011
Brendan Bannon
Projektkoordinator Abubakar Mohamed Mahamud schildert die Lage
Mehr lesen

Situation im Flüchtlingslager Dadaab verschlechtert…

Kenia 2011
Brendan Bannon
Ärzte ohne Grenzen veröffentlicht neuen Bericht zur Lage der Flüchtlinge.
Mehr lesen

Kenia: Rückgang der internationalen Hilfe –…

Kenia 2011
Lynsey Addario/VII
Lage in den Camps nahe Dadaab zunehmend unsicher
Mehr lesen