Epidemien, Konflikte, Naturkatastrophen

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1999

Beginn der Arbeit

6,9

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

167

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Ukraine

AT
UA
83.80
76.98

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
UA
79.40
66.92

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
UA
3.00
7.20

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
UA
5.20
3.00

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Unsere Hilfe in der Ukraine 2021

In der Provinz Donezk arbeiteten wir mit Freiwilligen aus Dörfern zusammen, die andere Dorfbewohner:innen in ihren eigenen Autos bei Bedarf zu medizinischen Einrichtungen fuhren und verschreibungspflichtige Medikamente für sie abholten. Das ganze Jahr über boten wir ukrainischem Gesundheitspersonal Unterstützung und schulten sie in der psychischen Betreuung von Patient:innen - eine Aufgabe, die zuvor auf spezialisierte Gesundheitseinrichtungen in städtischen Gebieten beschränkt war. Außerdem spendeten wir medizinische Artikel, darunter wichtige Medikamente, an diverse Gesundheitseinrichtungen.

Behandlung von HIV

Die Behandlung fortgeschrittener HIV-Infektionen war auch im Jahr 2021 in der Ostukraine eine Herausforderung. In der Provinz Luhansk arbeiteten wir mit den Trust Cabinets des Gesundheitsministeriums (spezialisierte HIV-Einrichtungen) und dem Hauptlabor für HIV-Tests zusammen. Unsere Teams betreuten und schulten Krankenpfleger:innen und Ärzt:innen und boten den Patient:innen psychologische und soziale Unterstützung an. Außerdem spendeten wir Test- und Laborausrüstung.

Andauernder Kampf gegen Tuberkulose

In der Provinz Zhytomyr arbeiteten wir mit dem regionalen Tuberkulosekrankenhaus zusammen, um ein patient:innenzentriertes Versorgungsmodell für multiresistente Tuberkulose (MDR-TB) umzusetzen. Seit 2019 führen wir Forschungsarbeiten durch, um die Wirksamkeit kürzerer, rein oraler Behandlungen zu belegen, die mit Beratung und sozialer Unterstützung wie Brennholzlieferungen und Lebensmittelpaketen kombiniert werden. Wir bauen außerdem ein Labor mit modernen Diagnoseinstrumenten auf, damit TB-Patient:innen so schnell wie möglich mit der richtigen Behandlung beginnen können.  

Einsatz gegen COVID-19

Im Jahr 2021 unterstützten wir die COVID-19-Maßnahmen, indem wir persönliche Schutzausrüstung, Schnelldiagnosetests und Sauerstoffkonzentratoren an Gesundheitseinrichtungen spendeten. Wir boten auch psychologische Unterstützung für das unter starkem Druck stehende Gesundheitspersonal sowie für Patient:innen und ganze Gemeinden. In Donezk behandelten wir Patient:innen mit leichten bis mittelschweren Symptomen in ihren Häusern durch unsere mobilen Kliniken.   

Unsere Hilfe in der Ukraine 2020

  • 3.933 ambulante Sprechstunden
  •  
  • 1.047 psychologische Einzelgespräche
  •  
  • 172 Neubehandlungen gegen Hepatitis C
  •  
  • 91 Neubehandlungen gegen resistente Tuberkulose

Medizinisches Angebot in konfliktreicher Region

Wir unterstützten die Behörden in der Ukraine dabei, die Gesundheitsversorgung in der entlegenen und konfliktreichen Region Donetsk zu verbessern. Wir arbeiteten in medizinischen Einrichtungen und boten technische und praktische Hilfe für das Personal an.

HIV- und Tuberkuloseversorgung

In der Region Luhansk verbesserten wir die Diagnose und Behandlung von HIV-Patient:innen im fortgeschrittenen Stadium. In Mykolaiv versorgten wir HIV-Patient:innen, die gleichzeitig an Hepatitis C erkrankt waren und übergaben dieses Projekt im Mai an die Behörden. In Zhytomyr betreuten wir ein Tuberkulose-Projekt, in dem Patient:innen mit resistenten Tuberkuloseformen behandelt werden. In Kyiv, Donetsk und Zhytomyr unterstützten wir zudem die Behörden bei der Covid-19-Bekämpfung.

Unsere Hilfe in der Ukraine 2019

Eastern Ukraine Mobile Clinics - Pavlopil Village
Nico Dauterive/MSF
Pavlopil, Donetsk Oblast, Ukraine, 15/02/2019: MSF Krankenschwester misst den Blutdruck einer Patientin die unter anderem für Diabetes behandelt wird.

Unsere Aktivitäten 2019 im Überblick:

  • 19.900 ambulante Sprechstunden
  • 5.440 psychologische Einzelgespräche
  • 510 Neubehandlungen wegen Hepatitis C
  • 110 Neubehandlungen wegen resistenter Tuberkulose 

Die Hilfe 2019 in der Ukraine im Einzelnen:

Fünf Jahre lang versorgten wir Menschen, die nahe der Frontlinie im Osten der Ukraine lebten, mit medizinischer und psychologischer Hilfe. Da die öffentlichen Einrichtungen im Konfliktgebiet ihre Arbeit allmählich wiederaufnahmen, überwiesen wir all unsere Patientinnen und Patienten bis Ende 2019 an diese Akteure.

In Mykolaiv unterstützten wir die Behörden bei der Diagnose und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Hepatitis C. Wir behandelten sie mit sofort wirksamen antiviralen Medikamenten. 2019 boten wir auch psychologische Hilfe und Gesundheitsaufklärung an, was die Therapietreue erhöhte und die Stigmatisierung und Diskriminierung verringerte. Dieser Therapieansatz führte zu einer Heilungsrate von 97,4 Prozent.

In Zythomyr betreuten wir in Kooperation mit den Behörden ein Forschungsprojekt, um nachzuweisen, dass resistente Tuberkulose in der Ukraine wirksam behandelt werden kann. Es schloss eine verlässliche Diagnostik, psychologische und soziale Hilfe sowie neue, wirksame und oral einzunehmende Medikamente mit weniger Nebenwirkungen ein.
 

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