Die aktuelle Situation in Äthiopien

Äthiopien liegt in Ostafrika. Mit einer Bevölkerung von über 130 Millionen Menschen ist es eines der bevölkerungsreichsten Länder des Kontinents. 

In Äthiopien benötigen mehr als 21 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Unsicherheit und administrative Barrieren machen es jedoch schwer, Zugang zur Hilfe zu bekommen. Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsministerium zusammen, um den medizinischen Bedarf der lokalen Bevölkerung, von Geflüchteten und Vertriebenen zu decken. Unsere Teams leisten in sieben Regionen Äthiopiens Hilfe.

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Wie wir in Äthiopien helfen

313.400

ambulante Behandlungen

104.900

Malaria-Behandlungen

3.460

Cholera-Behandlungen

Hilfe in Gambella

In Gambella bieten wir Gesundheitsversorgung für Geflüchtete aus dem Südsudan sowie die lokale Bevölkerung. Dazu gehören Behandlungen von Malaria, Mangelernährung und den Folgen sexualisierter Gewalt. Zudem unterstützen wir mit Impfungen, unter anderem gegen Malaria. 

Aid Cuts Ethiopia's Gambela region
Ehab Zawati/MSF
Nyauahial Puoch mit ihrer 17 Monate alten Tochter Nyakhan im Flüchtlingslager Kule in Gambella. Nyakhan wird wegen akuter Mangelernährung behandelt.

Nothilfe in der Region Somali

In der Region Somali führen wir Nothilfemaßnahmen durch: Wir bekämpfen sowohl das hohe Maß an Mangelernährung sowie die Masern- und Cholera-Ausbrüche. Wir leisten ebenfalls Hilfe für Vertriebene.

Unterstützung in Afar und Korem

In Afar betreiben wir ein Behandlungszentrum für schwer mangelernährte Patient:innen und unterstützen die Kinderstation des Krankenhauses von Dupti. Wir reagieren auch auf Choleraausbrüche in der Region und leisten Hilfe durch Wasser- und Sanitärmaßnahmen.

In Korem betreiben wir mobile Kliniken. Außerdem unterstützen wir das regionale Krankenhaus bei der Mutter-Kind- und Notfallversorgung. 

Nutritional crisis in Ethiopia's Afar region
Njiiri Karago/MSF
In Dupti haben wir in Zelten therapeutische Ernährungsstationen eingerichtet, um rasch die große Anzahl der Patient:innen versorgen zu können.

Mobile Kliniken in Süd- und Südwest-Äthiopien

In Süd- und Südwest-Äthiopien betreiben wir mobile Kliniken um Patient:innen mit Malaria, Masern und Kala Azar zu versorgen. Kala Azar ist eine vernachlässigte Tropenkrankheit, für die es nur eine unzureichende Behandlung gibt.

Hilfe in Amhara

In Amhara bieten wir eine Notfallversorgung für Menschen, die von anhaltenden Konflikten betroffen sind. Zudem behandeln wir Patient:innen mit Schlangenbissen und vernachlässtigte Tropenkrankheiten wie Kala Azar.

Malaria in Oromia

In Oromia reagieren wir auf Malariaausbrüche in zwei Krankenhäusern. Außerdem betreiben wir mobile Kliniken, unterstützen mit sauberem Wasser und Sanitärmaßnahmen und verteilen Moskitonetze.

Unterstützung in Tigray

In Tigray kümmern wir uns um Kinder, Mütter sowie Menschen mit Mangelernährung. Wir bieten psychologische Hilfe sowie Behandlung bei sexualisierter Gewalt. Unsere mobilen Kliniken erreichen schwer zugängliche Gebiete. Im Krankenhaus von Adiy Adi haben wir mehrere Abteilungen wieder aufgebaut. Gleichzeitig stellen wir sauberes Wasser bereit, indem wir über 600 Wasserpumpen repariert haben.

Kala azar ward at Jinka hospital
Julien Dewarichet/MSF
Hier behandeln wir eine Patientin mit Kala Azar im Jinka-Krankenhaus.

Forderung nach Rechenschaft

Am 24. Juni 2021 wurden unsere Kolleg:innen María Hernández Matas, Tedros Gebremariam Gebremichael und Yohannes Halefom Reda in Tigray absichtlich getötet, obwohl sie eindeutig als humanitäre Mitarbeiter:innen identifiziert waren. Trotz intensiver Gespräche mit den äthiopischen Behörden haben wir immer noch keine glaubwürdigen Antworten auf die Vorfälle erhalten. Wir setzen uns weiterhin für die Aufklärung ein, um die Sicherheit humanitärer Helfer:innen in Äthiopien zu verbessern.

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1984

Beginn der Arbeit

30,3

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

1241

Einsatz­kräfte

Länder-Vergleich

Ländervergleich Österreich & Äthiopien

AT
ET
83.30
69.75

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
ET
78.66
65.96

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
ET
2.60
35.70

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
ET
5.52
0.10

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

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