Mali

Mali: Verwundeten muss Zugang zu Hilfe gewährt werden

Wien/Paris, 3. April 2013. Nach den tödlichen Zusammenstößen am vergangenen Wochenende in Timbuktu haben die Teams von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) im Krankenhaus der Stadt 21 Verletzte behandelt. Bei elf der Patienten handelte es sich um Zivilisten. Auch von den drei Patienten, die nach ihrer Aufnahme in das Krankenhaus verstorben sind, waren zwei Zivilisten.

Kein Zugang zu Hilfe

Den Teams von Ärzte ohne Grenzen wurde berichtet, dass weitere Opfer ihren Verletzungen erlegen sind, weil sie aufgrund der Kämpfe keinen Zugang zu einem Krankenhaus oder einer Gesundheitsstruktur hatten. Die Kämpfe zwischen dem Militär und bewaffneten Gruppen werden immer wieder aufgenommen, und aus Angst trauen sich die Bewohner der Stadt derzeit nicht, ihre Häuser zu verlassen. Ärzte ohne Grenzen ruft alle kriegsführende Parteien dazu auf, die Zivilbevölkerung zu respektieren und ihnen den Zugang zu Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen zu ermöglichen.Die Teams von Ärzte ohne Grenzen sind seit über einem Jahr in Timbuktu tätig und behandeln Patienten und Verletzte auf allen Seiten des Konflikts. In den vergangenen Monaten hat Ärzte ohne Grenzen im Spital von Timbuktu pro Woche etwa vierzig neue Patienten aufgenommen und durchschnittlich etwa 15 chirurgische Eingriffe durchgeführt.

Ärzte ohne Grenzen in Mali

Ärzte ohne Grenzen ist seit über einem Jahr in der Region von Timbuktu im Einsatz. Die Teams kümmern sich im Krankenhaus der Stadt um Kranke und Verletzte. Ärzte ohne Grenzen ist zudem in vier Bezirken sowie im Krankenhaus von Niafounké gegen Unterernährung und Malaria im Einsatz. Im Zusammenhang mit dem Konflikt im Norden des Landes ist Ärzte ohne Grenzen auch in Gao, Ansongo. Douentza, Konna und Boré sowie in Flüchtlingslagern in Mauretanien, in Niger und in Burkina Faso im Einsatz. Außerdem betreibt Ärzte ohne Grenzen seit 2009 im Distrikt Koutiala im Süden des Landes mehrere Mutter-Kind-Programme.

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