Unsere Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Unsere Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik war 2018 dringend erforderlich: Der extrem gewaltsame Konflikt flammte 2018 in vielen Landesteilen erneut auf.

Unsere Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik auf große medizinische Projekte für die lokale und vertriebene Bevölkerung in acht Provinzen sowie in der Hauptstadt Bangui. Das Angebot umfasste Basismedizin, Nothilfe, Geburtshilfe, Kinderheilkunde, Chirurgie sowie die Behandlung von Malaria, HIV und Tuberkulose. Die Teams hielten rund 852.600 ambulante Konsultationen ab, nahmen 546.800 Malaria-Patienten auf, versorgten etwa 54.500 Personen stationär, halfen bei 17.800 Geburten und nahmen 9.970 chirurgische Eingriffe vor.
     
  • Zu Jahresbeginn 2018 weiteten wir unser Programm in Paoua aufgrund gewaltsamer Konflikte aus. Die Teams boten basismedizinische Hilfe an, hielten eine Impfkampagne ab und verteilten sauberes Trinkwasser. Im April und Mai boten sie Erste Hilfe für die Verwundeten in der Gbaya Dombia-Klinik in Bangui an. Ebenfalls im April kehrte das Team nach Bangassou zurück. Ärzte ohne Grenzen konzentrierte sich im Rahmen dieser Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik auf Überlebenshilfe im Regionalkrankenhaus. Im April mussten wir Bambari nach der gewaltsamen Plünderung unserer Einrichtung verlassen und konnten erst Ende Juni zurückkehren: Das Team nahm die Aktivitäten für Kriegsverletzte, kranke und mangelernährte Kinder sowie Schwangere wieder auf, die chirurgische Hilfe benötigten. Im November suchten rund 10.000 Menschen auf dem Gelände des von Ärzte ohne Grenzen unterstützten Krankenhauses in Batangafo Schutz. Nur wenige Tage später wurden Vertriebene in Alindao angegriffen. Die Teams betreuten dort mobile Kliniken, unterstützten das Gesundheitszentrum und die Notaufnahme im Krankenhaus.
     
  • Unsere Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik umfasste auch die Behandlung von Malaria und HIV. Malaria ist die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren, und an HIV/Aids sterben die meisten Erwachsenen. 163.000 Malaria-Patienten wurden allein in Bossangoa und Boguila behandelt. Zudem versorgte Ärzte ohne Grenzen 2018 insgesamt 5.290 HIV-Patientinnen und Patienten, u. a. in Bossangoa, Boguila, Kabo, Batangafo und Carnot.
     
  • In Bangui boten wir sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung an und halfen bei 9.600 Geburten. Geburtskomplikationen und die Folgen unsicherer Schwangerschaftsunterbrechungen gehörten zu den häufigsten Todesfällen bei jungen Frauen, die unsere Kliniken aufsuchten.
     
  • Unsere Teams unterstützten zudem Routine-Impfungen und führten 2018 mehrere Massenimpfkampagnen durch, u. a. in Ippy, Provinz Ouaka. Im Oktober schickten wir ein Team nach Mbaïki, Provinz Lobaye, um auf einen Ausbruch von Affenpocken zu reagieren. Wir behandelten Dutzende Patientinnen und Patienten und richteten ein epidemiologisches Überwachungssystem ein. Im Dezember halfen wir im Rahmen der Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik bei einem Ausbruch von Hepatitis E in Bocaranga, Provinz Ouham-Pendé.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik an.

Quelle: International Activity Report 2018

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in der Zentralafrikanischen Republik wurde im Jahr 2018 mit insgesamt 640.000 Euro aus Österreich unterstützt - Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

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