Unsere Hilfe in Haiti

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen stellte im Jahr 2017 medizinische Notfall-Hilfe in Haiti zur Verfügung und entwickelte diverse fachmedizinische Angebote. Qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung ist für die Mehrheit der Haitianer unerschwinglich.

Die Haiti-Hilfe im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen bot im Jahr 2017 fachmedizinische Hilfe in Haiti in drei Krankenhäusern der Hauptstadt Port-au-Prince an.

  • Wir arbeiteten nahe des Armenviertels Cité Soleil: Die Teams betreuten im Krankenhaus Drouillard die Station für schwere Verbrennungen. Rund die Hälfte der Betroffenen waren Kinder unter fünf Jahren, die sich bei häuslichen Unfällen verletzt hatten. 2017 betreuten wir mehr als 1.300 Notaufnahmen und versorgten fast 700 Verletzte stationär. Die Behandlung umfasste chirurgische Eingriffe, medizinische Verbände, Schmerzbekämpfung sowie Physiotherapie, psychologische Hilfe und Infektionskontrolle. Zudem begannen wir mit dem Bau eines neuen 40-Betten-Krankenhauses.

  • Eine weitere Fachklinik ist das Überweisungszentrum für geburtshilfliche Notfälle, das über 176 Betten verfügt. Im Rahmen dieser Hilfe in Haiti wurden Schwangere mit Geburtskomplikationen und Neugeborene behandelt, deren Geburtsgewicht zu niedrig war, die Atemprobleme aufwiesen oder Hilfe bei der Ernährung benötigten. Wir halfen bei mehr als 4.850 Geburten, darunter 1.870 Kaiserschnitte.

  • In Tabarre, im Norden der Hauptstadt, leisteten wir Hilfe für Opfer von Verkehrsunfällen und Schusswunden. Die Teams nahmen chirurgische Eingriffe vor und boten Physiotherapie an. Insgesamt führten sie 2017 mehr als 6.500 Operationen durch.

  • 2017 arbeiteten wir auch weiterhin in der Klinik Pran Men´m im Stadtviertel Delmas 33 in Port-au-Prince, um medizinische Nothilfe für Überlebende sexueller und genderbasierter Gewalt zu leisten.

  • In der Nothilfe-Klinik in Martissant behandelten die Teams rund 35.800 Personen ambulant und nahmen etwa 2.000 Menschen stationär auf. Zudem organisierten sie Wasser- und Sanitärmaßnahmen im Armenviertel, um die Verbreitung von Cholera zu verhindern und die Aedes-Mücken auszurotten, die Überträger des Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus sind.

  • Im Rahmen der Hilfe in Haiti behandelten wir auch Cholerafälle. Nach dem Wirbelsturm Matthew führten die Teams zudem eine zweite Cholera-Impfaktion in Port-à-Piment durch.

  • Port-à-Piment ist unser jüngstes Projekt. Die Teams unterstützten dort das lokale Gesundheitszentrum und konzentrierten sich vor allem auf die Müttergesundheit. Seit Beginn dieser Hilfe in Haiti hat sich die Anzahl der Geburten in der kleinen Klinik vervierfacht.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1991 Hilfe in Haiti an.

Quelle: International Activity Report 2017

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