Ärzte ohne Grenzen Hilfe im Iran

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2016 die Hilfe in Iran fort. Im Süden Teherans leisteten die Teams medizinische und psychologische Hilfe für ausgegrenzte und marginalisierte Bevölkerungsgruppen.

Die Hilfe in Iran im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe in Iran begann bereits 2012 und umfasste die Behandlung von HIV, Tuberkulose (TB) und Hepatitis. 2016 begannen 15 Hepatitis C-Patienten und -Patientinnen ihre direkt wirkende antiretrovirale Behandlung, die einfacher zu verabreichen ist, weniger lange dauert und höhere Behandlungserfolge erzielt als die zuvor empfohlene Therapie.
  • Im Bezirk Darvazeh Ghar war der Zugang zu medizinischer Hilfe für verwundbare Bevölkerungsgruppen besonders eingeschränkt: Drogenbenutzer, Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen sowie Straßenkinder mussten auf besondere Weise angesprochen werden, da ihre Lebensumstände und die Stigmatisierung sie meist davon abhielten, die üblichen Gesundheitseinrichtungen in Anspruch zu nehmen. Wir boten daher folgende basismedizinische Hilfe an: allgemeinmedizinische Konsultationen, psychologische Hilfe, reproduktive und sexuelle Gesundheitsversorgung, Tests für HIV, TB, Hepatitis C und andere Infektionskrankheiten sowie Impfungen.
  • Zudem boten wir auch psychosozialer Hilfe an. Peergroups spielten eine wichtige Rolle, um schwer erreichbare Gruppen anzusprechen. Ab April 2016 betreute Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation „Society for Recovery Support“ mobile Kliniken. Im Jahr 2016 hielten die Teams mehr als 7.000 ambulante Konsultationen ab und überwiesen fast 1.800 Patienten und Patientinnen an stationäre Einrichtungen. Insgesamt hielt das mobile Team 2.365 Konsultationen  ab.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in Iran an.

Quelle: International Activity Report 2016

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